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Avantgarde in und um Freiburg

Vor gut hundert Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg, war die künstlerische Avantgarde zu Gast in Freiburg: Adolf Hölzel und seine Schüler zeigten im Kunstverein eine Ausstellung von bahnbrechender Bedeutung auf dem Weg in die Moderne. An dieses besondere Ereignis erinnert die Ausstellung Im Laboratorium der Moderne. Hölzel und sein Kreis im Augustinermuseum.

Adolf Hölzel, (1853-1934), der zunächst in der Künsterkolonie Dachau und ab 1905 als Professor an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart wirkte und lehrte, konnte einen großen Schülerkreis um sich scharen, den so genannten „Hölzelkreis“. Dazu gehörten neben heute namhaften Künstlern wie Willi Baumeister, Johannes Itten oder Oskar Schlemmer auch einige Frauen wie Luise Deicher, Maria Foell, Lily Hildebrandt oder Ida Kerkovius, deren Werk gerade erst wieder Beachtung findet. Zu einer Zeit, in der Frauen der Zugang zu Akademien noch größtenteils verwehrt war, unterrichtete Hölzel entgegen aller Konventionen bereits eine eigene „Damen-Malklasse“.

Hölzel war ein freigeistiger Maler, Kunsttheoretiker und unkonventioneller Pädagogen. Unter seiner Leitung entwarf die Künstlergruppe Werke von außergewöhnlicher Modernität. Einige Ansätze sind später maßgeblich in die Entstehung des Bauhauses eingeflossen. Neben den heute wesentlich bekannteren Künstlergruppen „Die Brücke“ (Dresden) „Der Blaue Reiter“ (München) entstand ein Stuttgart in weiteres Zentrum der Moderne.

Am Nachmittag lernen wir in Teningen eine Künstlerin kennen, deren Lebenswerk ebenfalls gerade wieder entdeckt wird: Hilla von Rebay. Vielleicht erinnern sich noch einige an ihre Werke, die in der Ausstellung Sturmfrauen in der Kunsthalle Schirn 2015/16 zu sehen waren, eine Ausstellung, die erstmals insgesamt 18 Künstlerinnen des Expressionismus, des Kubismus, des Futurismus, des Konstruktivis-mus und der Neuen Sachlichkeit versammelte.

Für Hilla von Rebay, eine vielseitige, rebellisch bis exzentrische Frau, stand schon früh fest, dass sie ihren eigenen Weg als Künstlerin jenseits des vorgesehenen Lebenswegs als Ehefrau und Mutter gehen wollte. Ihre Ausbildungswege führten sie zunächst nach Paris an die Académie Julien, wo sie Georges Bracques kennen lernte. In Zürich gelangte sie 1916 in den Kreis der Dadaisten und die Collage, von ihr ‚Klebebild‘ genannt, sollte künftig ein wichtiges künstlerisches Mittel bleiben. In Berlin bewegte sie sich im Umkreis von Herwarth Waldens Galerie Der Sturm, lernte ihren – zeitweiligen – Lebensgefährten Rudolf Bauer sowie Kandinsky kennen.

Hilla von Rebay zwischen Frank Lloyd Wright (links) und Solomon Guggenheim (rechts) am Modell des Guggenheim-Museums , 1940er Jahre - Archiv Rebay-Haus Teningen

Der wichtigste Schritt in ihrem Leben bestand aber in ihrer Übersiedlung nach New York 1927, wo sie Solomon Guggenheim traf, den sie für die Gründung eines Museums für – zunächst – nicht gegenständliche Kunst gewinnen konnte. In seinem Auftrag trug sie eine Sammlung europäischer Moderne zusammen, die den Grundstock des heutigen Guggenheim-Museums bildet und konnte den Architekten Frank Lloyd Wright für die Planung gewinnen. Im Haus ihrer Eltern, die seit 1919 in Teningen lebten, wurde im Jahre 2000 das Museum Villa Rebay Haus eingerichtet, das an ihr Lebenswerk erinnert.

 

Mi 14. März 2018, 9-19 Uhr

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Bahnhofshalle

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

62 € für Bahnhfart KA-Freiburg-Emmendingen-KA, alle Eintritte und Führungen, Reiseleitung.

Der Transport vom Bahnhof Emmendingen nach Teningen und zurück ist mit Taxen vorgesehen; bei einer Teilnehmerzahl unter 12 Personen müssten diese Kosten noch extra berechnet werden.


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