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Der frühe Picasso

Blaue und Rosa Periode

Pablo Picasso, 1905, Acrobate et jeune arlequin, Privatsammlung © Succession Picasso / ProLitteris, Zürich 2018

Picassos früher Werdegang wird in der chronologisch konzipierten Ausstellung exemplarisch am Bild des Menschen vor Augen geführt. In immer wieder neuen Anläufen umkreist der zwischen Paris und Barcelona pendelnde Künstler die menschliche Figur. In der von der Farbe Blau dominierten Phase ab 1901 blickt er auf die Misere und die seelischen Abgründe der Menschen am Rande der Gesellschaft, um dann um 1905, nun in Paris etabliert, in der sogenannten Rosa Periode den Hoffnungen und Sehnsüchten der Zirkusleute – Gaukler, Akrobaten und Harlekine – Bildwürdigkeit zu verleihen. Auf der Suche nach einer neuen künstlerischen Authentizität verbringt Picasso gegen Mitte des Jahres 1906 mehrere Wochen im spanischen Pyrenäendorf Gósol, wo zahlreiche Gemälde und Skulpturen entstehen, die klassische und archaische Körperideale vereinen. In der fortschreitenden Deformierung und Zergliederung der Figur, wie sie in den danach wieder in Paris geschaffenen, „primitivistischen“ Darstellungen vor allem des weiblichen Akts anschaulich werden, kündigt sich schliesslich die kubistische Bildsprache an, die ab 1907 zur Entfaltung gelangt.

 

Pablo Picasso, Autoportrait, 1901, Musée national Picasso - Paris, © Succession Picasso / ProLitteris, Photo © RMN-Grand Palais (Musée national Picasso-Paris) / Mathieu Rabeau

Samstag, 06.04.2019


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