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Die Malerin Lotte Laserstein im Frankfurter Städel

Lotte Laserstein (1898–1993) Abend über Potsdam, 1930 Öl auf Holz, 111 x 205,7 cm Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 Foto: Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Roman März

Die Malerin Lotte Laserstein

Die Malerin Lotte Laserstein gehört zu den großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Erstmals begegnet sind wir ihr 2014 in der Ausstellung „Moderne Zeiten“ in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall, wo ihr Gemälde „Abend über Potsdam“ (2010 angekauft von der Nationalgalerie Berlin) Aufsehen erregte. In den letzten Jahren kaufte der Städel gleich mehrere ihrer Bilder an und im letzten Winter konnte man ihr in der Ausstellung „Ganz und Elend der Weimarer Republik“ in der Schirn erneut begegnen.

 

Die Ausstellung Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht legte den Schwerpunkt auf ihren Arbeiten aus der Zeit der Weimarer Republik sowie ihre eindringlichen Portraits. Der Fokus ihres Interesses lag auf der „Neuen Frau“; sie fing ihre Bildmotive mit einem dezidiert weiblichen Blick ein.

 

Zu Beginn sehr erfolgreich und von der Kunstkritik hoch gelobt, ging ihre Karriere mit dem Nationalsozialismus zu Ende: christlich getauft, doch aufgrund ihrer Großeltern als jüdisch deklariert, wurde sie zunehmend aus dem öffentlichen Kulturbetrieb ausgeschlossen. 1937 gelang es ihr, nach Schweden zu emigrieren. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene konnten sie allerdings nicht an ihre frühen Erfolge anknüpfen. Sie geriet in Vergessenheit. „Lotte Laserstein teilt das Schicksal vieler ihrer Zeitgenossen, die in der Weimarer Republik anfingen, sich eine Reputation aufzubauen, deren künstlerische Laufbahn durch das NS-System aber massiv beschnitten wurde. Sie kann der sogenannten ‚verschollenen Generation‘ zugerechnet werden, da ihre realistisch gemalten Bilder in der avantgardeorientierten Nachkriegsforschung vernachlässigt wurden. Erst seit den 1990er Jahren findet diese außergewöhnliche Künstlerin eine späte Würdigung, zu der unsere Ausstellung einen entscheidenden Teil beitragen kann“, stellen die Kuratoren der Ausstellung, Alexander Eiling und Elena Schroll, heraus.

PROGRAMMÄNDERUNG

Der Huehnermarkt, 1903, Bild: Carl Friedrich Fay, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frankfurt_Am_Main-Fay-BADAFAMNDN-Heft_14-Nr_163-1904-Der_Huehnermarkt-UCSAR.jpg

Neue Altstadt Frankfurt

Aus aktuellem Anlass haben wir das weitere Programm geändert und werden wir am Nachmittag die „Neue Altstadt Frankfurt“ besuchen, die Ende September offiziell eröffnet wird. „Die jüngste Altstadt der Welt“ schrieb die FAZ, denn diese Altstadt ist ein Produkt des 21. Jahrhunderts. „Frankfurt hat sein Herz zurück“ heißt es an anderer Stelle. Nach langer Bautätigkeit zwischen Römer und Dom ist das Jahrhundertprojekt Altstadtrekonstruktion vollendet.

Viele Besucher sind begeistert, doch gibt es auch kritische Stimmen. Unter dem Titel „Wir waren schon weiter“ berichtet die schon erwähnte FAZ über eine Debatte von Legitimität und Bedeutung eines solchen Projektes. Doch schauen und urteilen wir selbst: Gelungene Rekonstruktion oder Märchenland, Puppenstube und Frankfurter Rekonstruktionswahn?

 

Samstag, 1.12.2018, 8.30 -19 Uhr

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Gebühr: 77 € für Busfahrt, Einrtritt, Führungen und Reiseleitung


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