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Paul Klee bei Beyeler in Riehen

Paul Klee, Vor dem Blitz, 1923, 150 Aquarell und Bleistift auf Papier, 28 x 31,5 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler Foto: Peter Schibli

Die Fondation Beyler in Riehen beschließt er Jubiläumsjahr aus Anlass ihres 20. Geburtstages mit einer Ausstellung zu Paul Klee. Im Mittelpunkt steht die künstlerische Auseinandersetzung des Malers mit dem Thema Abstraktion. In seinem fast 10.000 Arbeiten umfassenden Lebenswerk hat die Entwicklung einer abstrakten Bilderwelt immer wieder eine Rolle gespielt – vom Früh- bis zum Spätwerk.

Die Ausstellung ist als Retrospektive angelegt. In chronologischer Reihenfolge zeigt sie in sieben Sälen und an Hand verschiedener Werkgruppen seine Auseinandersetzung mit der Abstraktion. Am Beginn stehen Klees Jahre in München, wo er u.a. Wassily Kandinsky kennen lernte. Von hier aus unternahm er Reisen nach Paris, wo ihn die Maler Paul Cézanne, Henri Matisse, Pablo Picasso oder Robert Delaunay stark beeindruckten. Die kubistische Zerlegung der Bildgegenstände in abstrakte geometrische Flächen oder die Befreiung der Farbe vom Inhalt fanden ihren Niederschlag in Aquarellen wie Das gelbe Haus (1914).

 

 

Paul Klee, Kairuan, vor dem Tor, 1914, 72 Aquarell und Bleistift auf Papier, 13,5 x 22 cm, Moderna Museet, Stockholm

Im April 1914 reiste Klee mit Louis Moillet und Auguste Macke nach Tunis und wurde hier endgültig zum Maler. In sein Tagebuch notierte er: „Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiss das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“ Zu den besonderen Highlights der Ausstellung zählt "Kairuan, vor den Thoren", das 1921 in München nach einer Skizze von 1914 entstand. Zum ersten Mal seit mehreren Jahrzehnten wird das Werk aus einer Privatsammlung gezeigt.

Paul Klee, Städtische Komposition mit gelben Fenstern, 1919, 267 Gouache auf Büttenpapier auf Karton, 29,5 x 22,3 cm, Ulmer Museum, Ulm

Im anschließenden Raum werden die während des Ersten Weltkrieges entstandenen Werke präsentiert. Der Krieg bedeutete für Klee eine tiefe Zäsur. Seine Freunde August Macke und Franz Marc fielen 1914 und 1916. Klee war schwer getroffen. In dieser Zeit formulierte er eine Aussage, in der er den abstrakten Malstil mit der politischen Situation in Verbindung setzte: „Je schreckensvoller diese Welt (wie gerade heute) desto abstrakter die Kunst [...].“ Seine Malerei dieser Jahre ist jedoch nur selten absolut gegenstandslos. Es entstanden zahlreiche als solche gut erkennbare Natur- und Architektur-darstellungen - Gärten, private Häuser oder Kirchen –, gleichsam Zufluchtsorte, die der Künstler für sich erschuf.

Die letzten drei Ausstellungräume sind Klees Spätwerk gewidmet. Seit Dezember 1933 wohnte er wieder in der Schweiz. Im April 1933 hatten ihn die Nationalsozialisten zum entarteten Künstler erklärt. Aus dem Spätwerk werden in Riehen die sog. Zeichen-Bilder gezeigt, die exemplarisch für die Abstraktionsprozesse am Ende seiner künstlerischen Laufbahn stehen.

 

An Eames Celebration

Am Vormittag besuchen wir zuerst das Vitra Design Musuem in Weil am Rhein. Die dortige Sonderausstellung An Eames Celebration ist dem wohl legendärsten Designerpaar des 20. Jahrhunderts gewidmet: Charles und Ray Eames. Aus Anlass seines 110. Geburtstags zeigt das Museum eine umfassende Retrospektive mit Möbeln, Filmen, Büchern und Ausstellungen dieses Paares, deren Produkte und Formen unsere Alltagskultur und Generationen von Gestaltern bis heute beeinflussen.

 

Sa 11.11.17, 8 bis 19 Uhr
Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof
Leitung: Dr. Katja Förster und Dr. Elisabeth Spitzbart
Gebühr: Mit MP 62 € für Busfahrt, Führung im Vitra Design-Museum, Reiseleitung, zzgl. 37 € für Eintritte.

 

The World of Charles and Ray Eames. Charles Eames in the plywood Lounge and Ottoman, 1956. © Eames Office LLC

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