ART Regio Tours
ART Regio Tours

Ausstellung „Picasso und die Frauen“

Pablo Picasso, Dora Maar, tête renversée, Öl auf Leinwand, 54,5 x 38 cm, 1939 © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Sonderausstellungen zum Werk von Pablo Picasso sind zahlreich, doch die Werkschau in der Kunsthalle Messmer in Riegel am Kaiserstuhl widmet sich einer eher privaten Seite des Künstlers, nämlich “seinen“ Frauen. Diese haben in seinem Leben eine große Rolle gespielt ˗ als Modell, Muse, Geliebte oder Ehefrau.

Das Leben an der Seite dieses außergewöhnlichen, menschlich schwierigen Mannes war nicht einfach. Einige seiner Partnerinnen, beispielsweise Dora Maar, waren  selbst künstlerisch tätig, doch selten gelang es ihnen, aus dem Schatten des Giganten herauszutreten, auch nicht nach der meist von Picasso vollzogenen Trennung. Einzig Françoise Gilot konnte nach der von ihr selbst beendeten Beziehung sowohl privat als auch künstlerisch wieder Fuß fassen.

Pablo Picasso, Figure au corsage rayé, Farblithographie Probedruck, 65 x 45 cm, 1949, Bloch 604 © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Neun Frauen werden in dieser Ausstellung vorgestellt. Am Anfang steht Fernande Olivier, die seit 1905 mit ihm die Jahre der bitteren Armut des Bohemiens durchlebte. Sie stand u.a. Modell für alle Frauen der berühmten „Demoiselles d‘Avignons“. 1911 machte Fernande Pablo mit ihrer Freundin Eva Gouel bekannt und leitete damit das Ende ihrer eigenen Beziehung ein. Eva „Ma Jolie“ war die große Liebe seines Lebens, sie starb jedoch schon 1915 an Tuberkulose. Es folgte die Tänzerin Olga Koklova, Mutter des gemeinsamen Sohnes Paulo. 1927 traf er auf die erst 17-jährige Marie-Thérèse Walter, Mutter seiner Tochter Maya. Die weiteren Frauen waren Dora Maar, schließlich Françoise Gilot, die Mutter von Claude und Paloma Picasso, und Jacqueline Roque.

 

Anhand von 100 Werken Picassos durchreisen die Besucher das Oeuvre des Meisters, wobei seinen Lebensstationen die jeweiligen Partnerinnen zugeordnet werden. Ersichtlich wird, ob und wie die Frauen ihrerseits Einfluss auf seine Werke nahmen. Es werden auch einige Arbeiten seiner Frauen gezeigt, etwa von Dora Maar und vor allem von Françoise Gilot.

Samstag, 21.10.2017

Treffpunkt: KA Hbf, Bahnhofshalle/Ecke Buchhandlung 9.50 Uhr

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Gebühr: 60 € für Bahnfahrt, Eintritt, Führung und Reiseleitung,

ohne Taxi-Kosten (ca. 6 € pro Person und einfache Strecke)


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