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Der Garten der Avantgarde

Heinrich Kirchhoff: Ein Sammler von Jawlensky, Klee, Nolde...

Conrad Felixmüller Familienbildnis Kirchhoff, 1920 Museum Wiesbaden © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Der Name des Kunstsammlers Heinrich Kirchhoff ist heute nahezu unbekannt, obwohl seine Kunstsammlung über 100 Werke von Alexej von Jawlensky, rund 60 Arbeiten von Paul Klee und 20 Arbeiten von Wassily Kandinsky umfasste. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 galten die Werke seiner Sammlung als „Entartete Kunst“ und sie wurden aus dem Museum Wiesbaden, in dem sie bis dahin hingen, entfernt und nach seinem Tod 1934 verkauft.

 

Genau 100 Jahre nach der ersten Präsentation dieser Sammlung im Museum Wiesbaden hat es nun dieses Haus unternommen, die heute in aller Welt verstreuten Bilder – so weit als möglich – noch einmal für die Dauer einer Ausstellung zusammenzutragen. Dieses einmalige Ereignis ist nun im Museum in Wiesbaden zu erleben, das es ermöglicht, die ehemalige Sammlung Kirchhoff kennenzulernen.

Heinrich Kirchhoff in seinem Garten der Avantgarde. © Museum Wiesbaden / Bernd Fickert

Doch was bedeutet der Titel: Der Garten der Avantgarde? Kirchhoff näherte sich der Kunst über den Umweg des Gartens. Er kam 1908 nach Wiesbaden, des Klimas wegen, das hier mit nahezu tropisch anmutenden Temperaturen ein besonders üppiges Pflanzenwachstum versprach. Im Garten seines Hauses in der Beethovenstraße am sog. Sonnenberg gediehen nicht nur Farne, Stauden, Obstbäume oder Rosen, sondern auch Kakteen und Palmen, belebt durch zwei Vogelvolieren und einen künstlichen Flusslauf, der über einen Wasserfall in eine Grotte fiel. Diese Oase wurde zum Treffpunkt und zur Inspirationsquelle von Künstlern. Zu den Besuchern zählten Kurt Schwitters, Emil Nolde, Max Liebermann, Conrad Felixmüller und viele andere.

Durch diese Begegnungen begann Kirchhoff 1914 mit dem Sammeln von Bildern. Zunächst kaufte er Werke, die sich mit Garten, Natur und Landschaft beschäftigten. Von Arbeiten der Impressionisten wie Liebermann und Slevogt führte der Weg des Sammler über Nolde zu den Expressionisten mit Arbeiten von Marc, Macke und Jawlensky hin zu den schon abstrahierenden Werken Kandinskys. Durch sein konsequentes Sammeln zeitgenössischer Kunst gibt die in 22 Jahren zusammengetragene Sammlung Kirchhoff einen repräsentativen Überblick über die Entwicklung der Kunst bis zum Beginn des Nationalsozialismus.

Alexej von Jawlensky Turandot II, 1912 Sprengel Museum Hannover Foto: bpk, Michael Herling, Aline Gwose.

Ein besonderes, ebenso mäzenatisches wie freundschaftliches Verhältnis verband ihn mit Jawlensky, der sich ebenfalls in der Beethovenstraße in Wiesbaden in unmittelbarer Nachbarschaft zu Kirchhoff niederließ.

Wir besuchen die Ausstellung und machen anschließend einen Spaziergang zu den ehemaligen Wohnhäusern von Kirchhoff und Jawlensky. Den Vormittag beschließt ein Besuch des Grabes des Malers auf dem russischen Friedhof der Stadt.

 

Achtung: neuer Termin: Mi 31.1.2018, 8-18 Uhr

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Führung: Monika Öchsner M.A.

73 € für Busfahrt, Eintritt, Führungen, und Reiseleitung


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