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Völklinger Hütte

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte präsentiert in diesem Frühjahr gleich drei Ausstellungen, die sehr verschiedenartige Themen abdecken: Urban Art, Fotografie, die Welt der Arbeit und des (Industrie)Arbeiters und Zeitgeschichte. Die Themen im Einzelnen:

Der Street Art Künstler Banksy und der Fotograf Barry Cawston

Banksy, Walled Off Hotel, Photo: ArtRegioTours

Er ist ein Phantom, dessen Identität die Öffentlichkeit nicht kennt und dennoch ist er der weltbekannte Star der internationalen UrbanArt: der britische Künstler Banksy. In der Möllerhalle der Völklinger Hütte werden nun zwei Projekte Banksys in großformatigen Fotografien von Barry Cawston vorgestellt.

 

2015 ließ Banksy in dem britischen Badeort Weston-super-Mare, nahe Bristol, für die Dauer von vier Wochen sein „Dismaland“ entstehen. Der Name evoziert Unterhaltung à la Disneyland, doch zu erleben war ein ‚Anti-Vergnügungspark‘, der die Themen unserer Zeit durch ironische Zuspitzung deutlich macht: das Entenangeln spielt sich in einem Ölteich ab, Aschenputtel ist in ihrem Wagen wie Lady Di verunglückt und die Pferde des Kinderkarussells wurden von einem Koch für eine Lasagne dezimiert. Die Fotografien dieser Installation von Barry Cawston vermitteln die zuckrige Atmosphäre eines durchschnittlichen Vergnügungsparks, doch sie sind mehr als nur eine Dokumentation. Durch ihre Bild-Sprache erzählen sie eine eigene Geschichte.

 

Eine zweite, fotografisch präsente Installation ist Banksys “Walled Off Hotel” in Bethlehem. Das Hotel mit dem ‚schlimmsten Ausblick‘ der Welt wurde im März 2017 eröffnet – direkt vor der Sperrmauer, die Bethlehem von Jerusalem trennt. Es ist im britischen Kolonialstil gehalten, der ironisch von Kunst-Installationen gebrochen wird: so hängen Engel mit Sauerstoffmasken über dem Flügel des Pianoraums. An der Sperrmauer selbst hat Banksy immer wieder Kunstwerke hinterlassen: die Friedenstaube, die eine schusssichere Weste trägt oder den Palästinenser, der statt Steine einen Blumenstrauß wirft. Das „Walled Off Hotel“ soll den Blick real wie metaphorisch auf die gewaltige Trennmauer lenken, die sich direkt vor dem Hotel erhebt und die palästinensische Stadt Bethlehem vom benachbarten Israel trennt.

 

Barry Cawston hat die Kunst Banksys durchdrungen und daraus ein eigenes Kunst-Projekt mit eigener Bildsprache entwickelt. Bei seinen Besuchen in Völklingen zeigte er sich inspiriert durch das gewaltige Industriedenkmal und dem kulturellen Umfeld, in dem es steht. Seine ebenfalls in Auswahl gezeigten Fotografien von der Hütte zeigen einen ganz eigenen Blick auf diesen schon tausendfach fotografierten Ort.

Ottmar Hörls Skulpturenprojekt „Second Life“ - Installation mit 100 Hüttenarbeitern

Otmar Hörl: Karl Marx in der Völklinger Hütte © Völklinger Hütte 2018

Seinen Karl Marx, Karl den Großen, Richard Wagner und Martin Luther kennt fast jeder. Ottmar Hörl ist weltweit bekannt für seine Großprojekte, die auf seinem Konzept von Kunst als Kommunikationsmodell basieren. Für das Weltkulturerbe Völklinger Hütte konzipiert er das Skulpturenprojekt „Second Life“ mit 100 Arbeitern. Seine Figuren sind respektvoll dem Völklinger Hüttenarbeiter mit Helm und Arbeitskleidung nachgebildet und lenken den Blick auf das ureigene Thema der Völklinger Hütte: Arbeit und die arbeitenden Menschen.

 

Die Darstellung des Hüttenarbeiters als Installation aus seriellen Skulpturen ist eine Einladung, das Thema Arbeit neu zu diskutieren. Die Völklinger Hütte steht für menschliche Tatkraft und Arbeit, für wirtschaftlichen Fortschritt, aber auch für gesellschaftlichen Strukturwandel. Was bedeutet es, wenn Generationen von Arbeitern ihre Arbeitsplätze verlieren und gewohnte gesellschaftliche Strukturen sich auflösen? In der Völklinger Hütte lebt die Kultur der Industrialisierung ein zweites Leben. Daher ist sie der ideale Ort, um die kulturgeschichtliche Bedeutung des Arbeiters und der Arbeit neu zu diskutieren. Und zugleich eine Vorschau auf die Auseinandersetzung mit Karl Marx und seinem Werk in der Großen Landesausstellung in Trier, die wir im August mit Ihnen besuchen möchten.

 

By Michael Evans - Photo directory: http://www.reagan.utexas.edu/archives/photographs/photo.htmlDirect link: http://www.reagan.utexas.edu/archives/photographs/large/c8454-18.jpg, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=258020

Ausstellung „Legende Queen Elizabeth II." Sammlung Luciano Pelizzari“ 

Queen Elizabeth II., seit 1952 Königin von England, ist eine Legende, in deren Leben sich eine ganze Epoche spiegelt. Alle deutschen Bundeskanzler hat Queen Elizabeth II. als Königin erlebt, ebenso die englischen Premierminister von Winston Churchill bis Theresa May.

 

Die Ausstellung präsentiert Fotos, Gemälde, Briefmarken und Münzen aus einer der größten Sammlungen dieser Art, der Sammlung Luciano Pelizzari. Sie zeigt ein umfassendes Porträt der Monarchin und lässt 90 Jahre in Bildern der Queen lebendig werden. So entsteht ein Geschichte in mehreren Ebenen: die Queen als Mensch und als Monarchin, ihr Zusammentreffen mit den entscheidenden Ereignissen und Personen des 20. und 21. Jahrhunderts, die Spiegelung der privaten und öffentlichen Person in Kunst und Kultur. Zudem ist sie eine Stil-Ikone, die Mode und der Schmuck der Queen sind legendär. Sie wird erlebbar als Monarchin, politische Akteurin, Familienoberhaupt und Traumfigur für die Briten und für eine weltweite Fangemeinde.

 

Luciano Pelizzari besuchte als Meisterschüler das Atelier des berühmten Malers der Queen, Pietro Annigoni (1910–1988). Dadurch entstand seine Sammlung zu Queen Elizabeth II.

Mittwoch, 06.06.2018, 8-19 Uhr

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof
Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

77 € für Bahnfahrt, Führungen, Eintritte und Reiseleitung


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