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Brüssel - die Stadt von Pieter Bruegel und  Victor Horta

Brüssel, Treppenhaus im haus Tassel von Victor Horta © Henry Townsend https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Horta#/media/File:Tassel_House_stairway.JPG

Pieter Bruegel der Ältere starb 1569 – vor 450 Jahren - in Brüssel. Die Königlichen Museen der Schönen Künste besitzen immerhin sechs Werke des berühmten Flamen und auch die übrigen Sammlungen dieses Hauses von internationalem Rang sind einen ausführlichen Besuch wert. Brüssel ist darüber hinaus die Stadt des Surrealisten René Magritte, der fantasievollen Jugendstilbauten eines Victor Horta, des von dem Wiener Architekten Josef Hoffmann entworfenen Palais Stoclet (Privatbesitz, nicht zugänglich), kurz: Brüssel ist eine lebendige Stadt voller Gegensätze zwischen Mittelalter und Gegenwart, deren Museen von Kostbarkeiten überquellen.

Großer Markt Brüssel – Brussels Panorama, von Steve Collis from Melbourne, Australia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Brussels_Panorama_(8293237603).jpg

Mittwoch, 2. Oktober 2019: Anreise

Wir erreichen Brüssel je nach Verkehrsverhältnissen im Laufe des Nachmittags. 

Nach dem Einchecken im Hotel unternehmen wir zur ersten Orientierung einen Spaziergang durch das historische Zentrum. Nach nur wenigen Geh-Minuten erreichen wir die Kathedrale St. Michel, die in den Formen der Gotik ab 1225 in 300-jähriger Bauzeit entstand (UNESCO Welterbe). Von dort geht es weiter über die Galeries Royales St.-Hubert, eine elegante Einkaufspassage des 19. Jahrhunderts, zur Grand Place mit dem markanten Rathaus und zahlreichen Zunfthäusern. Falls gewünscht erreichen wir von hier aus in wenigen Minuten Brüssels Wahrzeichen: das Männeken Pis. In einem der zahlreichen Lokale der Altstadt kehren wir dann zum Abendessen ein.

 

Brüsse, Musées Royaux des Beaux Arts, 1. Obergeschoss, von: Georges Jansoone (JoJan ) - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7216098

Donnerstag, 3.Oktober 2019: Besuch der Musées Royaux des Beaux Arts de Belgique

Die Königlichen Museen der Bildenden Künste Belgiens gehören zu den bedeutendsten Kunstsammlungen Europas, vergleichbar dem Louvre oder dem Prado. Unter einem Dach sind hier drei Sammlungen vereinigt: die Alten Meister, das Museum der Moderne und das Fin-de-siècle-Museum. Auch das benachbarte Musée Magritte gehört dazu. Im Mittelpunkt unseres Besuchs stehen zunächst die sechs Gemälde von Pieter Bruegel d. Ä. und der von ihm begründeten Schule der flämischen Landschaftsmalerei, dann auch die Werke von anderen Künstlern, die in Brüssel wirkten, wie etwa Rogier van der Weyden, der sich 1435 hier niederließ und Hofmaler wurde. Auch jüngere nieder-ländische Maler wie Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Frans Hals oder Rembrandt sind in diesem Haus – neben unzähligen anderen - vertreten.

Nach der Mittagspause lernen wir im benachbarten Museum Magritte  das Lebenswerk dieses belgischen Surrealisten kennen.

Notre Dame zu Sablon, Gesamtansicht Von Luu - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6789664

Nach so viel Kunstgenuss braucht man etwas Bewegung. Wir umrunden die Place Royale, werfen einen Blick auf den Königlichen Palast, entdecken erste Jugendstilgebäude und spazieren zur Kirche Notre Dame du Sablon. Nach dem Besuch genießen wir die Place du Grand Sablon, wo sich zahlreiche Galerien, Antiquitätengeschäfte, Boutiquen und Restaurants und zwei der besten Chocolatiers und Patisseure Brüssels befinden. In der kleinen Parkanlage der Place du Petit Sablon zieren Statuen berühmter Humanisten sowie die Allegorien der Handwerkergilden des 16. Jahrhunderts den Wegesrand. Möglichkeit zum Abendessen im Viertel.

Glasdach über dem Treppenhaus im Horta Museum - By Oxyman - Own work, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3158489

Freitag, 4.Oktober 2019: Brüssel, Wiege des Jugendstils

Der Brüsseler Stadtteil St. Gilles ist reich an Jugendstilgebäuden  von Victor Horta, aber auch von anderen, bei uns nicht so bekannten Architekten. Im Rahmen unseres Spaziergangs am Vormittag sehen wir u. a. Hortas Hotel Tassel, das als sein erstes Jugendstilgebäude gilt. Höhepunkt des Vormittags ist die Führung durch das Hotel Solvay (Privatbesitz), erbaut 1894 von Victor Horta und heute UNESCO Welterbe.

Der Nachmittag führt uns zu den entfernter liegenden Jugendstilbauten, darunter das Palais Stocklet des Wiener Architekten Josef Hofmann (ebenfalls Privatbesitz, Besichtigung leider nur von außen).

Auch die Mittagspause verbringen wir an diesem Tag ganz im Zeichen des Jugendstils im Restaurant La Quincaillerie in den Rämen einer ehemaligen Eisenwarenfabrik, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde.

Rathaus von Saint Gilles © David Edgar

Samstag, 5. Oktober 2019: Von Horta zu Bruegel

Der Vormittag gehört noch einmal dem Jugendstil. Wir besichtigen das ehemalige Wohnhaus von Victor Horta, heute Sitz des Victor-Horta-Museums. Anschließend führt uns der Weg zum Rathaus des Stadtteils St. Gilles, das einem Kunstmuseum gleicht. An der Ausstattung dieses im ausgehenden 19. Jahrhundert erbauten Rathauses waren führende Künstler des belgischen Symbolismus beteiligt. Das Deckenfresko im Hochzeitssaal etwa schuf Ferdinand Khnopff.

 

Brüssel, Flohmarkt auf der Place du Jeu de Balles im Viertel Marollen - von Patrick Despoix - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39417824

Der Nachmittag führt ins in das Viertel Marollen. Auf der Place du Jeu de Balles wird täglich (samstags bis 15 Uhr) der beliebteste Flohmarkt der Stadt abgehalten. Wer daran Interesse hat, kann das geplante Mittagessen durch das in Belgien beliebte Street food ersetzen, eine Portion Pommes oder Caricoles, Meerschnecken, die in Selleriesud gegart werden.

Die Marollen sind das Gegenstück zum Viertel Sablon, das wir am Vortag besucht haben. Ist das erste eher vornehm aristokratisch, sind wir jetzt in einem Arbeiterviertel unterwegs. Es wird als 'Dorf in der Stadt' bezeichnet und galt lange als Stadtteil des einfachen Volkes. 1562 hat sich Pieter Bruegel d. Ä. in den Marollen niedergelassen, er wohnte in der Hoogstraat 132 und blieb für den Rest seines Lebens in dem Quartier. Er heiratete 1563 in der Kapellenkirche Maria Coecke van Aelst, die Tochter seines ehemaligen Lehrmeisters. Und gemeinsam mit seiner Ehefrau fand er in der Kapellenkirche den Ort seiner letzten Ruhe. Das Viertel wird bis heute auch als Quartier Bruegel bezeichnet. Hier können einem Brüsseler Urtypen begegnen, die aus einem von Bruegels Gemälde zu stammen scheinen.

Mit dem Bau des gewaltigen Justizpalastes im späten 19. Jahrhundert, dem nicht weniger als 3000 Häuser weichen mussten, begann der Wandel des Viertels, der bis heute nicht abgeschlossen ist.

Der Koudenberg-Palast auf einem Gemälde aus dem 17. Jahrhundert Von Jan Brueghel der Jüngere - 1. Museo del Prado, Madrid, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7819151

Sonntag, 6. Oktober 2018:  Bruegel und die Epoche der spanischen Habsburger

Zum Abschluss unserer Reise tauchen wir noch einmal ein in die Zeit  Pieter Bruegels und steigen ab in eine ältere Schicht der Brüsseler Geschichte. Unter der Place Royale finden sich die Überreste des Palastes, der aus der Burg der Herzöge von Brabant hervorgegangen war.

In einer Führung entdecken wir diese archäologische Stätte Coudenberg und lassen uns einweihen in die Geschichte des Palastes, der im 12. Jahrhundert in der Brüsseler Oberstadt erbaut wurde. Es handelte sich um einen der prunkvollsten und schönsten Paläste Europas, der von einem eindrucksvollen Park eingerahmt wurde. In jener Zeit siedelte sich im Umkreis der Adel, aber auch Diplomaten, Botschafter, Künstler, Gelehrte und Amtsinhaber verschiedener Institutionen an. Karl V., in dessen Reich die Sonne niemals unterging, sein Thronfolger Philip II. und auch Erzherzog Albrecht VII. mit seiner Frau  Isabella bewohnten den Coudenberg-Palast. Und in eben diesem Stadtteil fand Bruegel seine Kunden. Der Coudenbergpalast wurde durch einen Brand 1731 zerstört, sein Platz im 18. Jahrhundert neu überbaut.

Anschließend Rückfahrt nach Karlsruhe.

 

Mittwoch 2. bis Sonntag 6. 10. 2019

Treffpunkt: Karlsruhe Hhf

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Führung Jugendstil in Brüssel: Dirk van Roy, Brüssel

xxx ? für Busfahrt, 4 Ü/Fr im Hotel Motel One Brüssel, alle Eintritte, Führungen, Insolvenzschein, Reiseleitung. EZ-Zuschlag: 120 €

 


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