ART Regio Tours
ART Regio Tours

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne.

 

+49 (0)721 470 98 50

 

Nutzen Sie auch unser Kontaktformular.

Dürer und Karl V. in Aachen

Im Jahr 1520 reisten zwei bedeutende Persönlichkeiten nach Aachen: Karl V., der im Dom feierlich zum König gekrönt werden soll, und Albrecht Dürer, einer der größten Künstler seiner Zeit. Für ihn hat diese Reise nicht zuletzt ökonomische Gründe. Karls Vorgänger, Kaiser Maximilian I., hatte ihm 1515 eine jährliche Leibrente von 100 Gulden zugesprochen, die er sich auch von dessen Nachfolger Karl erhoffte. Seine Reise führt ihn zunächst nach Antwerpen, von dort nach Aachen.

Ab dem 7. Oktober 2020, exakt 500 Jahre nach der Ankunft Albrecht Dürers in Aachen, werden drei Ausstellungen das historische Treffen von Künstler und König und Dürers überaus produktive letzte Reise würdigen

 

Katschof mit Dom Von Photo by CEphoto, Uwe Aranas or alternatively © CEphoto, Uwe Aranas, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34481376

Mittwoch, 14.10.20

Nach unserer Ankunft beginnen wir den Aufenthalt in der Kaiserstadt it Altstadtführung, die uns auch rund um den Aachener Dom führen wird (nur außen).

Albrecht Dürer, Der Hafen von Antwerpen, Federzeichnung, 1520, Albertina Wien Von Albrecht Dürer - The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https://commo

 

Donnerstag, 15.10.20: Dürer war hier im Suermondt-Museum

Am 7. Oktober 1520 war Albrecht Dürer in Aachen angekommen, denn Karl V. sollte an diesem traditionsreichen zum König gekrönt werden. Dürer erhoffte sich am Rande dieses Ereignissen gute Verdienstmöglichkeiten, war doch davon auszugehen, dass sich zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten in der Stadt aufhalten würden. Die Ausstellung zeichnet Dürers Reise nach Aachen (und Antwerpen) in einem kulturhistorischen Bilderbogen nach und ermöglicht einen präzisen und frischen Blick auf die sogenannte Reise in die Niederlande (1520/21), die sich an Hand Dürers detailliertem Reisetagebuch sowie seiner künstlerischen Arbeiten nachvollziehen lässt.

Aachener Dom, Innenaischt Von Velvet - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31743161

Am Nachmittag besuchen wir den Ort der Krönung, den Aachener Dom. Um 800 wurde die Pfalzkapelle Karl des Großen fertigge-stellt und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert. Als Grablege Karls des Großen, als Krönungskirche von mehr als 30 deutsch-römischen Königen, als Wallfahrts-kirche, die alle sieben Jahre Gläubige aus der ganzen Welt zur Heiltums-fahrt anzieht sowie als heutige Bischofskirche hat die Kirche eine ungebro-chene Bedeutung und ist auch kunstgeschichtlich von außerordentlichem Rang.

Die Aachener Domschatz-kammer birgt einen der bedeutendsten Kirchen- schätze Europas, eine Sammlung von Kostbarkeiten aus der Geschichte des Aachener Domes, sakrale Kulturschätze aus spätantiker, karolingischer, ottonischer, staufischer und gotischer Zeit.

Aachener Kopie der Reichskrone, Städtische Sammlung Aachen, Foto: Anne Gold

Freitag, 16.10.20: Der gekaufte Kaier

Am 23. Oktober 1520 wird Karl V. im Dom zu Aachen zum König gekrönt, wie zahlreiche Könige vor ihm, aber er sollte der letzte sein. Er tritt an in einer Ära des Umbruchs, in dem das bis dahin unerschütterliche Weltgebäude sich im Niedergang befand. Schon seine Wahl durch die Kurfürsten gelang nur durch eine bis dahin beispiellose Bestechungskampagne – in erster Linie finanziert durch Jakob Fugger – im Zuge derer es Karl gelingt, seinen Rivalen Franz I. von Frankreich auszubooten und sich die Krone zu sichern – die Wahl zum Kaiser gleich dazu.

Das Centre Charlemagne rückt die Aachener Krönung Karls V. in den Blickpunkt. Bedeutende Relikte dieses Festes sind noch in Aachen erhalten, wie der kostbare Krönungsmantel. Das Museum liegt genau zwischen den Originalschauplätzen der Krönung, dem Aachener Dom und dem historischen Rathaus, in das der König die Fürsten des Reiches zum Krönungsmahl einlud.

Das Aachener Rathaus von Süden, vom Katschhof aus gesehen Von Berthold Werner, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50403154

Nach der Krönung im Dom lud der König die Fürsten zum Krönungsmahl ins Rathaus  ein, das wir anschließend mit seinem Krönungssaal besuchen werden.

Nach so viel Informationen zu Kunst und Geschichte nähern wir uns der Stadt am Nachmittag von ihrer kulinarischen Seite in der Führung „Aachen häppchenweise“. Unterwegs dürfen wir ausgewählte kulinarische Besonderheiten der Stadt probieren, natürlich auch die Aachener Printe.

Historischer Ortskern von Kornelimünster CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=116466

Samstag, 17.10.2020 Kornelimünster

Kornelimünster ist seit 1972 ein Stadtteil von Aachen, war der Stadt aber schon seit Jahrhunderten durch die Geschichte aufs Engste verbunden. Kaiser Ludwig der Frommen, Sohn und Nachfolger Karls des Großen, gründete hier 814 ein Kloster, das nach dem Erwerb einer Reliquie des Hl. Kornelius († 253) in Kornelimünster umbenannt wurde, ein Name, der später auf die Stadt überging. Die alte Abteikirche St. Kornelius ist heute Pfarrkirche des Ortes. Der Ort selbst zeigt rund um den Kornelius- und Benediktusmarkt ein Stadtbild von seltener Geschossenheit.

Das Kunsthaus Nordrhein-Westfalen ist untergebracht in der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster, der Residenz der Äbte. Hier begegnen sich historische Raumausstattung und Werke von Künstlern des 20. Jahrhunderts aus NRW, Belgien und den Niederlanden.

 

Rückfahrt nach Aachen, Freizeit (ab ca. 16 Uhr) in der Stadt, z.B. zum Besuch

  • Im Ludwig-Forum. Im Rahmen der Dürer-Ausstellungen zeigt das Ludwig Forum für Internationale Kunst Arbeiten reisender zeitgenössischer Künstler.

  • des Couvenmuseum. Das Gebäude des heutigen Couven-Museums wurde 1662 erbaut vom Apotheker Adam Coebergh, der darin die Adler-Apotheke einrichtete. Sein Nachfolger ließ das Haus 1786 durch den klassizistischen Architekten Jakob Couven umgestalten. Die original erhaltenen Räumlichkeiten präsentieren heute bürgerliche Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts.

Feldkapelle Luftbild Von Wolkenkratzer - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40133733

Sonntag, 18.10.20 Rückreise über Bad Münstereifel

Zunächst besuchen wir die 2005-07 erbaute Bruder-Klaus-Feldkapelle bei Mechernich, eine private Stiftung, erbaut nach den Plänen des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Ein Besuch der Stadt Münstereifel beschließt diese Fahrt.

 

Mi 14.10- bis So 18.10.20

Treffpunkt: KA Hbf, 8.00 Uhr

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Gebühr: 626 für 4 Ü/Fr im Hotel Mercure am Dom *** Aachen, Busfahrt, alle Eintritte, Führungen, Reiseleitung, Insolvenz-Sicherungsschein, EZ-Zuschlag: 120 €

 


Anrufen

E-Mail

Anfahrt