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Kunstreise Graubünden

Giovanni Segantini: Mittag in den Alpen. https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2953161

Graubünden - das ist Landschaft pur: 150 Täler, unzählige Berggipfel, idyllische Bergseen und verträumte Dörfer. Zugleich ist dieser größte Kanton der Schweiz auch Heimat oder Zufluchtsort berühmter Künstler. Die Brüder Augusto, Giovanni und Alberto Giacometti wurden hier geboren, während Giovanni Segantini und Ernst Ludwig Kirchner hier ihre Wahlheimat fanden.

Hauptmerkmal ihrer Kunst ist die Auseinandersetzung mit der Landschaft. Daher gehört neben dem Besuch zahlreicher Museen  eine Fahrt mit der Bergbahn in die Bergwelt des Engadin zu den Bestandteilen dieser Reise. Neben den großen Künstlernamen der Neuzeit bezaubert die Region aber auch durch ganz alte Kunst: Die karolingische Dreiapsidenkirche St. Peter in Mistail, die weltberühmte Kirche St. Martin in Zillis mit ihrer romanischen Bilderdecke oder die ausgemalte Kirche in Rhäzüns. Unterwegs im Domleschg-Tal passiert man die Via Mala, die im 19. Jahrhundert Maler wie Literaten in ihren Bann zog.

Angelika Kaufmann, Die drei Sängerinnen, 1795, Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Angelika_Kauffmann_Drei_S%C3%A4ngerinnen_1795.jpg

Mittwoch, 3.7.19

Auf der Anreise lernen wir in Schwarzenberg die in Chur geborene Malerin Angelika Kaufmann kennen. Die Zeitgenossin von Goethe gehört zu den wenigen großen Malerinnen des 18. Jahrhunderts.  Im Museum und der Kirche dieses Ortes treffen wir auf zahlreiche ihrer Werke. Anschließend Weiterfahrt nach Chur, wo wir unser Hotel beziehen.

 

Ansicht von Chur - Bild: Bartosz Makara https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chur_2008_(1).jpg

Donnerstag, 4.7.19

Den Vormittag verbringen wir in Chur. Wir lernen die Altstadt mit ihren Kirchen und das Geburtshaus von Angelika Kaufmann kennen. Anschließend besuchen wir das Bündner Kunstmuseum, in dem viele der Künstler vertreten sind, denen wir an den Folgetagen begegnen werden: Segantini, Kirchner, Hodler und die Brüder Giacometti.

Am Nachmittag fahren wir nach Davos zum Besuch des Kirchner-Museums. 1917 kam Kirchner in den prominenten Kurort, um sich von seinem im Ersten Weltkrieg erlittenen psychischen Zusammenbruch zu erholen. Das Erlebnis der beeindruckenden Landschaft verändert seine Malerei nachhaltig.

Wer Davos bereits kennt, kann in Chur bleiben und das Flair der Hauptstadt Graubündens genießen, die aktuelle Wechselausstellung im Forum Würth mit dem dazu gehörigen Skulpturenpark oder die römischen Funde von Chur besuchen, die mit einem Schutzbau von Peter Zumthors versehen wurden.

Von Adrian Michael - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7370184

Freitag, 5.7.19

Nach dem Frühstück geht es nach St. Moritz ins Segantini Museum.

Das Triptychon "Werden - Sein - Vergehen" ist der Höhepunkt in  Segantinis Schaffen und zugleich sein letztes Werk. Weitere 60 Bilder und Zeichnungen geben einen umfassenenden Einblick in seine Malerei.

Anschließend führt uns die Standseilbahn auf den Muottas Muragl. Hier eröffnet sich ein wunderbarer Blick auf die Engadiner Seenplatte und die Bergwelt Segantinis um den Piz Palü. Mit weitem Blück über das Alpen-Panorama können wir hier die Mittagspause verbringen und Spaziergänge unternehmen. Der Rückweg von St. Moritz nach Chur führt uns über die bei Tiefencastel gelegene Kirche St. Peter in Mistail. Sie ist die einzige unverbaute Dreiapsidenkirche der Schweiz und mit ihrer vermutlichen Bauzeit um 800 eine der ältesten erhaltenen Kirchen in Mitteleuropa. Einige Jahrzehnte nach ihrer Erbauung wurde sie mit Fresken ausgestattet, die sich teilweise  erhalten haben. Die Kirche ist nicht mit dem Bus anfahrbar, sondern nur über einen 15minütigen Spaziergang zu erreichen.

 

St. Peter in Mistail, Innenansicht, Parpan05, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2443982

Samstag, 6.7.19

Nach dem Frühstück verlassen wir unser Hotel in Chur, die letzte Nacht verbingen wir in Vals, um in den Gernuss eines deutlich ermäßigten Eintritts in die Therme zu kommen.

Eine weitere Rarität erwartet uns in der Kirche St. Martin in Zillis. Die romanische Saalkirche ist berühmt für ihre bemalte Holzkassettendecke. Auf 153 Tafeln wird das Leben Christi geschildert, das allerdings nach der Dornenkrönung abbricht, um Darstellungen aus dem Leben des Hl. Martin Platz einzuräumen.

In Zillis wurde 1993 eine Ausstellung eröffnet, in der man sich in Modellen und Zeichnungen über viele Aspekte der Decke von der Konstruktion über die Thematik und Symbolik informieren kann.

 

St. Georg in Zillis: Ausschnitte aus der Decke Von Adrian Michael - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17704315

Anschließend passieren wir die berühmte Via Mala-Schlucht, die im 19. Jahrhundert  Literaten wie Maler in ihren Bann zog, heute allerdings manches von ihrem Reiz verloren hat. Je nach Fitness der Mitreisenden können wir in die Schlucht steigen (359 Stufen und 45 m Höhenunterschied), andernfalls begügnen wir uns mit einem Blick von der Brücke in die Tiefe.

 

Sogn Gieri Rhäzüns, Innenraum mit Nordwand; upload by Adrian Michael - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2064668

Wenn möglich - die Kirche liegt sehr einsam und ist ebenfalls nur nach einem 20minütigen Spaziergang zu erreichen -  besuchen wir  Sogn Gieri (St. Georg) in Rhäzüns, deren Ausmalung aus dem 14. Jahrhundert vollständig erhalten ist. Auf der gegenüberliegenden Seite des Ortes liegt die Kirche St. Georg mit Wandmalereien aus dem 16. Jahrhundert.

 

Blick auf die Therme in Vals, erbaut von Peter Zumthor-Archiv.jpg, Bild: Vikengoras https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blick-auf-die-therme-vals-gebaut-vom-architekten-peter-zumthor-archiv.jpg

Am frühen Nachmittag beziehen wir in Vals unsere Hotels, um in den Genuss eines ermäßigten Eintritts in die von Peter Zumthor erbaute Therme zu kommen. Der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Entspannung.

Vaduz, Kunstmuseum Liechtenstein - Quelle: Date 9 July 2015 Source Own work Author Mart2000

Sonntag, 7.7.2019

Auf dem Rückweg nach Karlsruhe machen wir Zwischenstation im Kunstmuseum Liechtenstein in Vaduz. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf der klassischen Moderne und Gegenwartskunst.

Termin: 03.07.-07.07.2019

Leitung: Dr. Katja Förster und Dr. Elisabeth Spitzbart

Gebühr: * für Busfahrt, 3 ÜN + HP im Hotel Chur*** in Chur,

1 Übernachtung + Fr im Hotel Glenns oder im Hotel Zum Steinbock in Vals, alle Eintritte, Führungen, Reiseleitung, Insolvenzversicherung, EZ-Zimmerzuschlag in Chur 30 €.

Nicht im Preis enthalten:

Fahrt mit der Bergbahn: ca. 32 €

Eintritt in die Therme in Vals ca. 25 € pro Person.

 

* Den Reisepreis werden wir in Kürze ergänzen.

Ab 2019 sind wir gesetzlich zu folgendem Hinweis verpflichtet: Diese Reise ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nur teilweise  geeignet. Bitte nehmen Sie gegebenenfalls Rücksprache mit uns.

Die Kirchen in Mistail und Rhäzüns sind nur nach einem ca. 15 - 20  minütigen Fußweg erreichbar. Dieser ist im Fall von Sogn Gieri auf den letzten fünf Minuten mit einem Anstieg verbunden.

 


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