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Bonn und Düsseldorf: Max Klinger, Alexej Jawlensky und Caspar David Friedrich

Auch wenn Corona immer noch das Kulturgeschehen in Deutschland stark einschränkt, träumen wirt davon, dass im Januar eine Fahrt nach Bonn und Düsseldorf möglich sein könnte.

 

Max Klinger, Selbstbildnis im Atelier in Karlsruhe, 1874 Öl auf Leinwand LETTER-Stiftung, Köln, Dauerleihgabe im Museum der bildenden Künste Leipzig Foto: © InGestalt/Michael Ehr

 

Max Klinger begann seine künstlerische Ausbildung 1874 an der Großherzoglich Badischen Kunstschule in Karlsruhe als Schüler von Ludwig Des Coudres und Karl Gussow.

Max Klinger - Bundeskunsthalle Bonn

Der Pionier des deutschen Symbolismus Max Klinger (1857–1920) gehörte zu den prominentesten und zugleich umstrittensten Künstlerpersönlichkeiten der internationalen Kunstszene um 1900. Sein Werk umfasst Gemälde, Skulpturen und ein reiches grafisches Œuvre. Angeregt von Richard Wagner strebte Klinger die Überwindung von Gattungsgrenzen im Sinne eines Gesamtkunstwerks an, in dem Malerei, Plastik, Grafik, Architektur – möglichst auch Musik – zu einer harmonischen Einheit verschmelzen. „Zu empfinden, was er sieht, zu geben, was er empfindet, macht das Leben des Künstlers aus.» Max Klinger

 

Max Klinger, Beethoven, 1902 Museum der bildenden Künste Leipzig © InGestalt/Michael Ehritt

Mit seiner 'originellen Phantastik' und technisch virtuosen Bildfindungen im Bereich der Druckgrafik erntete Max Klinger bereits früh große Bewunderung. In seinen Gemälden und Skulpturen wandte er sich von der akademisch-idealisierenden Figurenauffassung ab, hin zu einer damals schockierenden Darstellung des nackten menschlichen Körpers. Damit trug Klinger wesentlich zur Formulierung eines modernen Menschenbildes in der Kunst bei.

Im Mittelpunkt der Ausstellung, die rund 200 Werke aus allen Schaffensbereichen Klingers umfasst, steht die monumentale Beethoven-Skulptur von 1902. Dieses Ausnahmewerk gilt als Höhepunkt der spätromantischen Beethoven-Verehrung.

 

Alexej von Jawlensky, Murnau-Das Tal, um 1910, Öl auf Karton, Privatsammlung Düsseldorf, Foto: Bernd Fickert

Alexej von Jawlensky: Gesicht - Landschaft - Stillleben

Wer sich nicht für Max Klinger interessiert, hat die Möglichkeit im benachbarten Kunstmuseum die Ausstellung Alexej von Jawlensky zu besuchen. Diese folgt in einer exemplarischen Auswahl von rund 70 Gemälden und Zeichnungen der Entwicklung der drei großen Themen Gesicht, Landschaft und Stillleben, auf die sich Jawlensky konzentriert hat.

Caspar David Friedrich: Die Lebensstufen, 1. The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202. 2. Ursprung unbekannt, Gemeinfrei, https://commons.

Caspar David Friedrich und die Düssel-dorfer Romantiker

Caspar David Friedrich gilt ohne Zweifel als der bedeutendste Landschaftsmaler der Romantik. Für ihn war die Landschaft nicht einfaches Abbild der Natur, sondern ein Spiegel der Seele und der Empfindungen, für das die in Rückensicht gegebene Figur - „Wanderer über dem Nebelmeer“ oder „Mönch am Meer“ – zum Sinnbild wurde. Zwischen dem Rheinland und Sachsen – Friedrich lebte überwiegend in Dresden - herrschte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein lebendiger und vielschichtiger Kulturtransfer. Friedrich stellte zeitgleich mit Wilhelm Schadow (1788–1862), dem Direktor der Düsseldorfer Kunstakademie, und der frühen Generation der Düsseldorfer Malerschule in verschiedenen Akademieausstel-lungen aus.

Seit den späten 1820er-Jahren bezogen sich Künstlerkollegen in Düsseldorf und Sachsen auf seine Werke. Die Düsseldorfer Schule beschritt dabei allerdings bald einen etwas anderen Weg, als sie in wesentlich großformatigeren Werken zunehmend mehr Dramatik und Pathos entstehen ließ und zugleich mit technischer Raffinesse überzeugten. Stetig gewann diese Malerei an Einfluss, vor allem auf die Kunstentwicklung an der Elbe, sodass schließlich führende Düsseldorfer Maler als Professoren an die Dresdener Akademie berufen wurden.

Doch auch Karlsruhe blieb davon nicht unberührt. Der spätere badische Großherzog Friedrich I. berief 1854 Johann Wilhelm Schirmer als ersten Direktor der neu gegründeten Großherzoglichen Kunstschule, der heutigen Akademie der Bildenden Künste, nach Karlsruhe, 1858 folgte Carl Friedrich Lessing (1808–1880) als Leiter der heutigen Kunsthalle Karlsruhe.

 

Andreas Achenbach Ein Seesturm an der norwegischen Küste, 1837 Öl auf Leinwand, 179 x 272 cm Städel Museum, Frankfurt am Main © Städel Museum–ARTOTHEK

Die Düsseldorfer Ausstellung zeigt etwa 60 Werke Friedrichs gemeinsam mit den Arbeiten seiner Dresdener Malerfreunde wie Carl Gustav Carus (1789–1869), Ludwig Richter (1803–1884) und Ernst Ferdinand Oehme (1797–1855). Ihnen gegenübergestellt werden Hauptwerke der Düsseldorfer Romantiker wie Carl Friedrich Lessing (1808–1880), Andreas Achenbach (1815–1910) und Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863).

Neuss, Deutschland. Römisch-katholische Kirche St. Quirinus, Außenbau von West. Beckstet - Eigenes Werk CC BY-SA 3.0 https://de.wikipedia.org/wiki/Quirinus-M%C3%BCnster_(Neuss)#/media/Datei:Neuss_StQuirin_von_W1.jpg

Am Nachmittag besuchen wir das Neusser Münster, eine der berühmtesten Kirchen aus der Zeit vom Übergang der Spätromanik zur Gotik. Das Bauwerk begeistert innen wie außen durch seine beeindruckende Architektur. Anschließend Rückkfahrt nach Karlsruhe.

Donnerstag, 21. bis Freitag, 22.1.2021

 

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Gebühr 245 € für eine Übernachtung EZ im Motel One in Düsseldorf,  Eintritte, Führungen für Klinger oder Jawlensky sowie für die Friedrich-Ausstellung, EZ-Zuschlag: 25 €


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