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Kunstreise Bayreuth

Die kunstsinnige Markgräfin von Bayreuth hat, obwohl sie nach nur 10 Jahren Regentschaft im Alter von 49 Jahren verstarb, ein reiches Erbe hinterlassen, von dem die Kulturstadt Bayreuth bis heute zehrt: Das Markgräfliche Opernhaus (UNESCO Welterbe), die Schlösser Eremitage, Fantaisie und Sanspareil mit abwechslungsreichen Parkanlagen. Bayreuth ist aber auch die Stadt von Richard Wagner mit dem Festspielhaus und dem Haus Wahnfried. Eine weitere wichtige Person für das Kultur(er)leben der Stadt ist der Dichter Jean Paul, der fast sein ganzes Leben in Bayreuth verbracht hat.

 

Residenz Ansbach © 19Wilhelm18

Mittwoch, 11. September 2019: Anreise über Ansbach

Die Residenz in Ansbach zählt zu den bedeutendsten Schlössern des Spätbarock in Mitteleuropa. Aus einer spätmittelalterlichen Anlage ent-standen, erhielt sie ihre jetzige Gestalt im 18. Jahrhundert und hat – wie kaum ein zweiter Schlossbau in Deutschland - ihren ursprünglichen Zustand weitgehend bewahrt.

Am Nachmittag folgen wir den Spuren von Kasper Hauser.  Nach der Erbprinzentheorie war Hauser der 1812 geborene Erbprinz von Baden, den man in der Wiege mit einem sterbenden Kind vertauscht habe. Er starb am 17. Dezember 1833 in Anspach an den Folgen einer Stich-verletzung, die ihm wenige Tage zuvor im hiesigen Hofgarten von einem Unbekannten zugefügt worden war. Wer war dieser Unbekannte? War es ein politisches Attentat? Oder war alles doch ganz anders? Leben und Tod Hausers sind bis heute ein Mysterium geblieben.

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth: Drei Etagen mit Zuschauerlogen - CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=870341

Do 12. September 2019: Das Bayreuth der Markgräfin Wilhelmine

Absolutes Highlight des Tages ist der Besuch des Markgräflichen Opernhauses. Mit diesem Gebäude suchte die Markgräfin ihren Bruder, den preußischen König Friedrich II. ebenso zu beeindrucken wie das Kaiserhaus in Wien. Es wurde nie zerstört und entfaltet nach seiner umfangreichen, im Sommer 2018 abgeschlossenen Renovierung eine unvergleichliche Pracht (UNESCO Welterbe)

Anschließend erkunden wir die Altstadt Bayreuths mit der Stadt- und Spitalkirche und laufen über die Maximilianstraße, die schon im Mittelalter das langgezogene Herz der Stadt Bayreuth bildete zum Neuen Schloss mit dem Hofgarten. Ein Abstecher zur Ordenskirche St. Georgen beschließt diesen Tag.

 

Richard-Wagner-Festspielhaus 2016 (Frontansicht, unverhüllt nach Sanierung) Von Markus Gögelein - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=51369885

Fr 13. September 2019: Das Bayreuth Richard Wagners

Wir beginnen den Tag mit einer Führung durch das Festspielhaus auf dem grünen Hügel, das zwischen 1870-73 nach Ideen Wagners erbaut wurde. Im Gegensatz zum Opernhaus, wo alles auf Pracht und Repräsentation ausgelegt ist, herrscht hier eine damals ungewohnte Radikalität in der Ausrichtung auf die Funktion. Der das Haus umgebende Festspielpark weckt durchaus ambivalente Gefühle. Drei monumentale Büsten von Wagner, Cosima Wagner und Franz Liszt säumen die Auffahrt, geschaffen nach dem Zweiten Weltkrieg von Arno Breker, einem Günstling von Adolf Hitler.

Wir setzten das Programm fort mit dem Besuch von Haus Wahnfried, das nach Zerstörung und Rekonstruktion 2015 wieder eröffnet wurde. Neben dem wieder hergestellten Wohnhaus entstand ein moderner Museumsbau, der Leben und Werk Wagners sowie die Geschichte der Festspiele zum Thema hat.

 

Neben der Markgräfin und Richard Wagner hat noch eine dritte Person breite Spuren in Bayreuth hinterlassen: der Dichter der Romantik Jean Paul. Im Jean Paul Museum können wir das Denken und komplexe Weltbild dieses Schriftstellers entdecken.

Abschließend werden wir noch über den gleich bei unserem Hotel gelegenen Stadtfriedhof spazieren, auf dem zahlreiche Bayreuther Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe gefunden haben: die Töchter Richard und Cosima Wagners, Franz Liszt oder Jean Paul.

 

Eremitage - Orangerie Von Benutzer:Roehrensee - Selbst fotografiert, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20976253

Sa 14. September 2019: Eremitage, Sansparail und Fantaisie

Noch einmal folgen wir dem Markgrafenpaar zu ihren phantasievollen Schloss- und Gartenprojekten in der Umgebung von Bayreuth. Den Lustgarten der Eremitage, der schon im 17. Jahrhundert angelegt wurde, ergänzte Markgraf Georg Wilhelm um das Alte Schloss, das die Besucher im Grottensaal mit  aufwändigen und amüsanten Wasserspielen empfängt. Wichtigster Teil des Schlosses sind die Zellen, in denen die Mitglieder des Bayreuther Hofs Einsiedler spielten.

Ruinentheater Sansparail: Von Photo: Andreas Praefcke - Eigenes Werk own photograph, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=104101

Über Schloss und Park Fantaisie erreichen wir den Felsengarten von Sansparail. „C’est sans pareil!“ (Dies ist ohnegleichen!) soll eine Bayreuther Hofdame beim Anblick des Parks ausgerufen haben. Im Garten befinden sich bizarre Felsgruppen, eine Grottenanlage und das markante Felsentheater in Form einer künstlichen Ruine. Das gesamte Ensemble sollte die Kulisse zu Szenen aus dem Roman: Die seltsamen Begebenheiten des Telemach des Erzbischofs François Fénelon bilden.

So 15. September 2019: Ökologisch-botanischer Garten und Rückreise

Der ökologisch-botanische Garten Bayreuth bietet eine einzigartige botanische Reise um die ganze Welt in nur wenigen Stunden. Rund 12.000 Pflanzenarten können hier in naturnah gestalteten Lebensräumen erlebt werden. Oder man kann auch einfach nur den zauberhaften Ort  mit seinen seltenen Pflanzen und großen Gewächshäusern genießen.

Auf dem Rückweg machen wir - je nach Zeit - Halt in Ceussen mit der einzigen bürgerlichen Eremitage und der Kirche in Lindenhardt mit einem Frühwerk von Matthias Grünewald.

 

Mi 11. bis So 15.9.19

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Führungen Bayreuth: Dr. Frank Piontek

639 € für Busfahrt, 4 Ü/FR im Hotel 4* Residenzschloss Bayreuth, alle Eintritte, Führungen, Insolvenzsicherungsschein; EZ-Zuschlag: 120 €

 

 

 

 


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