ART Regio Tours
ART Regio Tours

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne.

 

+49 (0)721 470 98 50

 

Nutzen Sie auch unser Kontaktformular.

Trier, Esch und Gerhard Richter in Kloster Tholey

Die Museen der Stadt Trier zeigen in der zweiten Jahreshäfte eine Ausstellungstrilogie rund um das Thema Der Untergang des Römisches Reiches. Wir möchten zumindest zwei der drei Ausstellungen mit Ihnen anschauen und die Fahrt kombinieren mit einem Besuch von Esch, der luxemburgischen Kulturhauptstadt 2022. Der Rückweg soll uns über Kloster Tholey mit den Glasfenstern von Gerhard Richter führen: eine Fahrt mit großer geschichtlicher und kultureller Spannweite.

Der Untergang des römisches Reichs Landesmuseum Trier

Frisierszene von Grabmal_ pressefoto_th_z-r_r-abdenkmal

 

Mittwoch, 5. Oktober 2022

Als ersten Programmpunkt der Reise besuchen wir im Rheinischen Landesmuseum Trier die Ausstellung Der Untergang des Römischen Reichs.
Zu seiner höchsten Blütezeit nahm das Römische Reich ein riesiges Gebiet ein, das weite Teile des heutigen Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens umfasste. Trotz einer straffen und innovativen Infrastruktur und Verwaltung ging das Römische Reich unter. Über die Gründe dafür wird bis heute spekuliert. Doch was wurde aus den ehemaligen Metropolen, wie entwickelten sich die Regionen weiter? Diesen und weiteren spannenden Fragen widmet sich die Große Landesausstellung mit dem Titel Der Untergang des Römischen Reichs – der Niedergang eines Imperiums und beleuchtet eine bis jetzt wenig bekannte Epoche.

Dom und Liebfrauenkirche Trier - Von Helge Klaus Rieder - Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=63852312

In keiner Stadt nördlich der Alpen kommt man dem Glanz des versun-kenen Römischen Reichs näher als in Trier. Gleichzeitig liegen hier gleich acht der insgesamt 33 deutschen Welterbestätte – eine außergewöhnliche Konzentration. Sechs davon lernen wir im Rahmen dieses Stadtrundgangs kennen: die Porta Nigra und Konstantins-basilika, die Kaiserthermen, das Amphitheater, die Liebfrauenkirche und die Römerbrücke.

Donnerstag, 6. Oktober 2022: Esch-sur-Alzette

Esch - Belval: Hochofen © visit.esch.lu

Esch-sur-Alzette, mit ihren 36.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Luxemburg, ist eine von drei Europäischen Kulturhauptstädten Europas 2022 (mit Kaunas in Litauen und Novi Sad in Serbien). Das vormalige Zentrum der Stahlindustrie erfindet sich neu unter dem Motto „Remix culture“: Industriebauten werden zu Stätten von Kultur und Wissenschaft umgenutzt und umgebaut, ohne ihre Geschichte zu verleugnen. Es geht um eine neue Identität für die Stadt und die Region. Am Vormittag unternehmen wir eine Führung durch Belval und lernen den spannungsreichen Kontrast von Industriearchitektur und neuer Nutzung kennen.

Esch-sur-Alzette_ Impression aus der Innenstadt © visit.esch.lu

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beginnt man in Esch und der Region mit dem industriellen Abbau der Eisenerzvorkommen. In kurzer Zeit wächst das ehemalige 1000-Seelen-Dorf auf annähernd 30.000 Einwohner. Die Arbeiter kommen aus vielen Teilen Europas, aus Frankreich, Polen, Portugal, Belgien. Dieses schnelle Wachstum spiegelt sich auch in der Architektur der Stadt: Man sieht Gebäude im Stil von Historismus, Jugendstil, Art Déco und frühem Modernismus. Zu den Auftraggebern zählten Deutsche, Belgier, Franzosen und Luxemburger. Mitteleuropäische und italienisierende Baustile prägen bis heute das heutige Stadtbild - Esch-sur-Alzette wurde zum Schmelztiegel europäischer Architektur, den wir in einem Stadtspaziergang am Nachmittag kennen lernen.

Freitag, 7. Oktober 2022 - Das Erbe Roms

Joseph-Noël Sylvestre: Die Plünderung Roms durch die Barbaren im Jahr 410“ (1890) Musée Paul Valéry, Sète

Im Stadtmuseum Simeonsstift in Trier beleuchtet die Ausstellung Das Erbe Roms das Nachleben dieser Epoche. Denn auch wenn das Römische Reich seit nunmehr Jahrhunderten nicht mehr existiert, ist es in der Kunst allgegenwärtig. Die künstlerische Auseinanderset-zung mit dem Thema pendelt von seiner Mystifizierung bis hin zur Adaption für die Darstellung moderner Freiheitskämpfe im 19. und 20. Jahrhundert.

 

Die Ausstellung zeigt ein-drücklich, wie der Untergang des Römischen Reichs bald als schlimmstes Unheil, bald als Triumph der Freiheit interpretiert wurde.

Freitag, 7. Oktober: Kloster Tholey und Gerhard Richter

Benediktinerabtei St. Mauritius in Tholey Oktobersonne - Eigenes Werk CC BY-SA 4.0 https://de.wikipedia.org/wiki/Benediktinerabtei_St._Mauritius_(Tholey)#/media/Datei:BenediktinerabteiStMauritius(Tholey)L1020855_(3).JPG

Der Rückweg nach Karlsruhe wird uns über Kloster Tholey im Saarland führen. Diese Benediktinerabtei gilt als ältestes Kloster auf deutschem Boden und wurde 634 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Klosterkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert zählt zu den ältesten gotischen Kirchen Deutschlands.

Ins Licht einer größeren kunstinteressierten Öffentlichkeit gelangte die Kirche, als am 17. September 2020 die Chorfenster nach einem Entwurf von Gerhard Richter vorgestellt wurden.

Richter wählte für die großen Fenster mit jeweils einer Höhe von 9,30 m und einer Breite von 1,95 m abstrakte Motive, die auf dem Bild 724-4 aus Richters Buch Patterns basieren. Richter selbst bezeichnet die drei Tholeyer Fenster wiederholt als sein letztes Großwerk; neben dem 2007 eingeweihten Richter-Fenster im Kölner Dom sind es die einzigen Kirchenfenster, die von diesem Künstler entworfen wurden.

Mittwoch, 05. bis Freitag, 7.10.2022

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

XXX € für Busfahrt, 2 Ü/Fr und 1 x HP im Hotel 4* Park Plaza in Trier, alle Eintritte, Führungen und Reiseleitung.


Anrufen

E-Mail

Anfahrt