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Zwei Kunsttage in Wiesbaden

Die Sammlungen des Museums in Wiesbaden zählen zu den wichtigsten in Deutschland; besonders auf dem Gebiet des 19. und 20. Jahrhunderts ist das Haus stark aufgestellt. Allein von dem expressionistischen Maler Alexij von Jawlensky, der die letzten 20 Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbrachte, besitzt das Museum 57 Gemälde und 35 Grafiken. 2018 erhielt das Museum eine 570 Werke umfassende Sammlung mit Werken aus der Zeit von Jugendstil und Symbolismus aus dem Besitz des Kunsthändlers Wolfgang Neess, der seine Schätze aus Anlass seines 90. Geburtstages dem Museum vermachte. Wir verbinden einen ausfürlichen Besuch des Museums mit Führungen zu verschiedenen Aspekten der Kurstadt. 

 

Ausstellungsansicht. Foto Museum Wiebaden_ Bernd Fickert

Mittwoch, 6. Mai 2020

Am Vormittag besuchen wir die im Juni 2019 neu eröffnete Jugendstil-Dauerausstellung. Die über 500 Objekte bilden einen Querschnitt durch alle Gattungen des Jugendstils und führen beispielhaft vor, in welcher Qualität und Stilhöhe die Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts auftrat. Mit der Präsentation der Sammlung Neess setzt sich Wiesbaden auf die Karte der europäischen Jugendstilstädte mit einer Schau von internationaler Prägung (Hector Guimard, Alphonse Mucha, Louis Majorelle, Franz von Stuck, Heinrich Vogeler, Louis Comfort Tiffany und vielen andere).

Museum Wiesbaden: Alexej von Jawlensky Turandot _Foto: Bernd Fickert

Am Nachmittag besuchen wir die Ausstellung: Lebensmenschen.  Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin. 

Jawlensky (1864-1941) und Werefkin (1860-1938) sind in den Kanon der Kunstgeschichte als eines der wegweisenden Künstlerpaare der Avantgarde eingegangen. Mit der von ihnen 1909 initiierten Gründung der Neuen Künstlervereinigung München, aus der zwei Jahre darauf der Blaue Reiter hervorgegangen ist, haben sie nicht nur als Vordenker (Werefkin) und malerischer Impulsgeber (Jawlensky) dieser Vereini-gungen Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch jeder für sich und zusammen als Paar einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet. Bemerkenswert ist es daher, dass ihre Bedeutung bislang lediglich innerhalb dieser Vereinigungen beleuchtet oder in Einzelausstellungen gewürdigt wurde, sie aber als private wie künstlerische "Partner", die sie über 25 Jahre (1893-1921) gewesen sind, noch niemals gemeinsam und explizit in einer Ausstellung vorgestellt wurden.

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Donnerstag, 7. Mai 2020, vormittags: Herrliche Villen und prächtiges Kurhaus

Auf dem Bierstadter Hang befindet sich eines der beeindruckendsten Villenviertel in Wiesbaden. Adelige, Industrielle, Schriftsteller, Kunstsammler – sie alle haben sich in der ehemaligen Weltkurstadt wohlgefühlt und bauten sich großzügigen Villen mit weitläufigen Parkanlagen, die an Märchenschlösser oder an gotische Burgen erinnern. Im sogenannten „Weißen Haus“ lebte der vermögende Sektfabrikant Friedrich Wilhelm Söhnlein mit seiner amerikanischen Frau. Gustav Freytag, der damals berühmteste Schriftsteller, hatte eine Sommervilla auf dem Millionärshügel. Expressionistische Kunst, wie die Gemälde seines Nachbarn Alexej von Jawlensky, sammelte der Rentier Heinrich Kirchhoff.

Am Nachmittag: Vom Nerotal zum Neroberg

Am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang vom Nerotal zum Neroberg. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schwarz-bachtal im Stil eines Englischen Landschaftsgartens angelegt. Der Weg führt vorbei an reizvollen Brücken, exotischen Bäumen und lehrreichen Denkmälern zur 1888 eingeweihten Nerobergbahn. Dieses Denkmal der Technik-geschichte fährt auf Wiesbadens Hausberg, der eine herrliche Aus-sicht auf die Landeshauptstadt bietet.

 

Die Russische Kapelle birgt das Grabmal von Herzogin Elisabeth von Nassau. Auf dem nahen Russischen Friedhof fanden viele Persönlichkeiten, wie Alexej von Jawlensky und Angehörige der Zarenfamilie, ihre letzte Ruhestätte.

Mittwoch, 6. bis Do 7. Mai 2020

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof, 8 Uhr

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

Führungen in Wiesbaden: Moniaka Öchsner M.A.

249 € für Busfahrt, 1 Ü/Fr im Motel One  Wiesbaden, Eintritte, Führungen, Insolvenz-Sicherungsschein, EZ-Zuschlag: 25 €

 


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