ART Regio Tours
ART Regio Tours

Sie haben Fragen?

Wir beraten Sie gerne.

 

+49 (0)721 470 98 50

 

Nutzen Sie auch unser Kontaktformular.

Welterbe Kloster Lorsch und Fachwerkstadt Heppenheim

 

Beispiele karolingischer Baukunst haben sich nur wenige erhalten. Die kleine, aber hochbedeutende Torhalle in Lorsch ist das älteste komplett erhaltene karolingische Baudenkmal Deutschlands. In Heppenheim erwartet den Besucher eine wunderbare Fachwerkstadt.

Königshalle: © Stadt Lorsch

Die 764 gegründete Benediktinerabtei Lorsch war eines der bedeu-tendsten Reichsklöster von den Zeiten der Karolinger bis ins 13. Jahrhundert. Inmitten der Oberrheinebene auf einer hochwasser-sicheren Sanddüne errichtet, erhielt es von den Mächtigen umfangreiche Schenkungen und herrschte schließlich über einen großen Grundbesitz in der gesamten Oberrheinebene. Nach Einführung der Reformation in der Kurpfalz, zu der Lorsch mittlerweile gehörte, wurde das Kloster aufgelöst und die Gebäude nach und nach zerstört. Einzig die Torhalle – ein einzigartiges Beispiel für karolingische Renaissance – blieb in ihrem Äußeren nahezu unverändert erhalten.

Sie war der westlichste und jüngste Bauteil des Klosters, doch ihre Funktion ist ungeklärt: War sie Bibliothek, Gerichtshalle, Empfangsaal oder Ort der Reliquienverehrung? Wir wissen es nicht, doch da der Innenraum mehrfach umgebaut wurde, kann man vermuten, dass sich die Nutzung im Laufe der Jahre veränderte.

 

Kompositkapitell Torhalle Von Whgler - Eigenes Werk, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=78445889

Die Besonderheit aber liegt in der Fassade, die eine klare Gliederung in zwei Stockwerke aufweist: Unten Halbsäulen mit fein gearbeiteten korinthischen Kapitellen, oben flache Wandvorlagen mit ionischen Kapitellen. Am eindrucksvollsten ist die auffällige Musterung der Flächen mit Quadraten und Dreiecken aus rotem und weißem Sandstein.

1991 wurde das Klosterareal zur Welterbestätte ernannt, vor allem auf Grund der hervorragend erhaltenen Torhalle, einem der ältesten nachrö-mischen Steinbauten Deutschlands. Unser Rundgang führt uns über das neu gestaltete Klostergelände zu den einzelnen Gebäuden vorbei am Freilichtlabor Lauresham – der Rekonstruktion eines karolingischen Herrenhofs – bis zu den Überresten von Kloster Altenmünster am malerischen Weschnitzufer.

 

Heppeneim an der Bergstraße, Rathaus mit Marktplatz Von German Wikipedia Benutzer Luidger, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4900561

Anschließend besichtigen wir die Fachwerkstadt Heppenheim an der Bergstraße, deren Altstadt mit ihren malerischen Gassen noch fast geschlossen erhalten ist. Am Marktplatz beeindruckt das reich geschmückte Fachwerkrathaus, dessen älteste Teile 1551 entstanden und das dem Rathaus in Lorsch, das wir am Vormittag sehen werden, auf verblüffende Weise gleicht. Die historisierende Pfarrkirche St. Peter, die imposant über der Stadt thront, nennt man auf Grund ihrer Größe auch den „Dom der Bergstraße“. Ihre Innenausstattung und besonders der Bestand an Glasmalereien ist nahezu geschlossen erhalten und besonders sehenswert.

 

Mittwoch, 25. September 2019

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Leitung: Tobias Möllmer M.A., promovierter Kunsthistoriker

79 € für Busfahrt, Eintritt, Führungen und Reiseleitung


Anrufen

E-Mail

Anfahrt