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Ausstellungstagt Basel

Camille Pissarro im Kunstmuseum Basel

Von Camille Pissarro: L’Hermitage à Pontoise, 1867 - rs.1000museums.com, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=859555

Camille Pissarro (1830–1903) gehört zwar zweifelsfrei zu den bedeutendsten Künstlern im Frankreich des 19. Jahrhunderts, doch wird er in der Kunstgeschichte oft nur an zweiter Stelle genannt, obwohl er als zentrale Figur den Impressionismus maßgebend prägte. Er war rund zehn Jahre älter als Sisley, Monet, Renoir oder Cézanne, aber der Altersunterschied führte keineswegs zu einem Lehrer-Schüler-Verhältnis zwischen den Malern, vielmehr bestand das künstlerische Leben im Kreis der Impressionisten aus einem gegenseitigen Geben und Nehmen.

Pissarro orientierte sich immer wieder neu: Zunächst löste er sich aus dem Schatten der Schule von Barbizon, trat mit Cézanne in einen fruchtbaren Dialog und setzte sich in den 90er Jahren mit den Ideen des Pointillismus auseinander. Mit seinen „Stadtlandschaften“ fand er einen bildlichen Ausdruck für das moderne Leben.

Die umfassende Ausstellung im Kunstmuseum bietet einen Überblick über das Schaffen Pissarros und legt ein Augenmerk auf seine regen Beziehungen zu Künstlern seiner Zeit. Der intensive Austausch kann als Katalysator für die wichtigsten Entwicklungen der Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstanden werden.

Goya + Close-Up Beyerler

Francisco de Goya, Bekleidete Maya (La maja vestida), 1800-1807 Öl auf Leinwand, 95 x 190 cm - Museo Nacional del Prado, Madrid © Photographic Archive. Museo Nacional del Prado. Madrid

Die Fondation Beyeler widmet Francisco de Goya (1746–1828) eine der bisher bedeutendsten Ausstellungen außerhalb Spaniens. Er ist einer der letzten großen Hofkünstler und zugleich Wegbereiter der modernen Kunst, Maler eindrücklicher Porträts wie auch Erfinder rätselhafter persönlicher Bildwelten. Gerade aus dieser unauflösbaren Widersprüchlichkeit bezieht Goyas Kunst ihre magische Faszination. Sein mehr als 60 Jahre währender Schaffensprozess umspannt die Zeit vom Rokoko bis zur Romantik. Er stellt Heilige und Verbrecher, Hexen und Dämonen dar und eröffnet den Blick auf Welten, in denen die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, Vernunft und Unvernunft, Träumen und Albträumen verschwimmen.

Berthe Morisot, Junge Frau auf dem Sofa (Jeune Femme au Divan), 1885 Öl auf Leinwand 61 x 50.2 cm Tate, London; Bequeathed by the Hon. Mrs A.E. Pleydell-Bouverie through the Friends of the Tate Gallery 1968, Photo ©Tate

Im Zentrum der zweiten stehen neun Künstlerinnen, deren Werke herausragende Positionen innerhalb der Geschichte der Moderne von 1870 bis heute darstellen. Gemeinsam haben sie die Konzentration auf die Darstellung von Menschen, auf Porträts und Selbstporträts.

Den Auftakt bilden die Französin Berthe Morisot und die Amerikanerin Mary Cassatt, die in den Jahren des Impressionismus in Paris tätig waren. Zeitlichen folgen die Deutsche Paula Modersohn-Becker, die in der norddeutschen Provinz Worpswede zu Hause war, doch mehrfach nach Paris gereist ist. Lotte Laserstein ist eine erst vor wenigen Jahren wieder entdeckte Vertreterin der Malerei im Berlin der Weimarer Republik. Die Mexikanerin Frida Kahlo war seit Ende der 1920er Jahre bis um 1950 in Mexiko City tätig, etwa gleichzeitig wie die Amerikanerin Alice Neel, die zuerst in Kuba, dann in Manhattan, von Greenwich Village über Spanish Harlem bis zur Upper West Side arbeitete. Die Südafrikanerin Marlene Dumas, aufgewachsen in der Hochphase der Apartheid, lebt seit 1976 in Amsterdam. Die Amerikanerinnen Cindy Sherman und Elizabeth Peyton vertreten eine Kunst, die das Kunstzentrum New York und Westeuropa verbinden.

 

Das besondere Interesse der Ausstellung gilt dem spezifischen Blick der Künstlerinnen auf ihre eigene Umgebung, der in den Porträts und Bildern ihrer selbst und von anderen zum Ausdruck kommt. In der Zusammenschau lässt sich erleben, wie sich der Blick der Künstlerinnen auf ihr Gegenüber zwischen 1870 und heute wandelt und was ihn auszeichnet.

Mi, 20.10.21, 8 bis 19 Uhr

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

60 € mit MuseumsPass

116 € ohne MuseumsPass (30 CHF Eintritt bei Beyeler, 26 CHF Eintritt im Kunstmusuem Basel)


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