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Leonhard Kern und Europa

Die Kaiserliche Schatzkammer Wien im Dialog mit der Sammlung Würth

Leonhard Kern, Schreitendes Dromedar, Sammlung Würth Inv. Nr. 13611, Foto Andi Schmid München

 

Von den Habsburgern gegründet, zählt die Wiener Kunst- und Schatz-kammer zu den großartigsten Sammlungen ihrer Art weltweit. Einer ihrer Höhepunkte: die Skulpturen des Barock-Bildhauers Leonhard Kern (1588-1662). In der großen Ausstellung Leonhard Kern und Europa thematisiert die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum Wien und dem Hällisch-Fränkischen Museum Leonhard Kern als einen der bedeutendsten Künstler seiner Zeit, der von 1620 bis zu seinem Tod in Schwäbisch Hall lebte und arbeitete. Mit dieser Ausstellung rückt er an dem Ort in den Blickpunkt, an dem er vor 400 Jahren wirkte.

 

Seine Arbeiten sind verblüffend, handwerklich höchst virtuos und zeitlos modern. Die Schau vereint den Würth-Bestand der Werke Leonhard Kerns, wie die erstmals seit 1935 wieder öffentlich zugängliche Elfenbein-Gruppe „Laokoon und seine Söhne“ (um 1620), mit herausragenden Leihgaben der Kaiserlichen Schatzkammer. Weitere hochkarätige Leihgaben aus Wien ermöglichen den direkten Vergleich mit Hauptwerken anderer Künstler, auf die sich Kern beziehen konnte, da er sie auf seiner Italienreise studiert hatte.

 

Ungewöhnlich für seine Zeit, unternahm er von 1609 bis 1614 als junger Künstler weite Reisen nach Rom und Neapel, setzte wahrscheinlich sogar mit einem Segelschiff nach Nordafrika über. Die Auseinandersetzung mit künstlerischen Vorbildern der italienischen Renaissance und Barockkunst sowie der Antike prägte Kerns künstlerische Entwicklung.

 

In der Ausstellung ist ein direkter Vergleich mit den Lösungen seiner Vorbilder möglich: Zu sehen sind etwa die Reliefplastik Die Grablegung Christi (um 1480) von Andrea Mantegna (1431-1506) oder der Raub einer Sabinerin (um 1600) von Giovanni Bologna (1529 - 1608). Seine selbstbewusste Auseinandersetzung mit der Laokoongruppe zeugt nicht nur von großem künstlerischen Selbstvertrauen, sondern auch von seinem eigenständigen Umgang mit dem Vorbild: Ist die antike griechische Schöpfung auf nur eine Schauseite ausgerichtet, so verhalf ihr Kern zur Allansichtigkeit und reduzierte zudem die lebensgroße Gruppe auf den engen Raum eines Elefantenstoßzahns.

 

Für einen Dialog mit Moderne und Gegenwart der Sammlung Würth sorgen überraschende Gegenüberstelllungen mit Pablo Picasso, Georg Baselitz, Fernando Botero, Alfred Hrdlicka oder Victor Vasarely.

 

 

 

Leonhard Kern, Herakles und Hippolyte, Sammlung Wützh Inv.Nr. 17818, Foto Archiv Würth

Die Ausstellung hat neben den Habsburger noch eine zweite Aussage im Titel: Leonard Kern und Europa. Dazu schreibt Fritz Fischer, Direktor der Kaiserlichen Schatzkammer Wien: Leonhard Kerns Kunst steht für ein grenzenloses Europa. Außergewöhnlich hochgebildet und weit gereist, konnte er Kunst für Kenner liefern, weil er selbst einer war. Die habsburgischen Sammlungen in Prag, Wien und Innsbruck (Ambras), heute zum größten Teil im Kunsthistorischen Museum Wien zusammengefasst, waren die anspruchsvollsten. Die europäische Dimension seiner Kunst herauszustellen ist das Ziel unserer Ausstellung in Schwäbisch Hall.“

Blick auf die Altstadt von Schwäbisch Hall mit den Gebäuden des Hällisch-Fränkischen Museums unterhalb des Fruchtkastens

Die Ausstellung bei Würth wurde bis zum 28.11.2021 verlängert. Ob auch die Kern-Ausstellung im Fränkisch-Hällischen Museum über den 3. Oktober hinaus verlängert wird, ist noch offen. Wenn nicht, bereiten wir ein Alternativprogramm vor.

Jammer und Not, Hunger und Tod - Leonhard Kern und der Dreißigjährige Krieg - Ausstellung im Fränkisch-Hällischen Museum

In Kooperation mit dem Museum Würth zeigt das Fränkisch-Hällische Museum Schwäbisch Hall ergänzend die Ausstellung „Jammer und Not, Hunger und Tod - Leonhard Kern und der Dreißigjährige Krieg“. Diese Ausstellung beleuchtet das Umfeld des Künstlers und stellt Werke vor, die im Zusammenhang mit den schrecklichen Ereignissen des Dreißigjährigen Krieges zu deuten sind. Darüber hinaus umfasst das Museum noch weitere Interessante Sammlungen, die wir individuell erkunden können.

Samstag, 6. 11.2021

Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof

Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

72 € für Busfahrt, Führungen und Reiseleitung. Max. Teilnehmerzahl: 19 Personen


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