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Pierre Soulages

Museum Frieder Burda Baden-Baden

Pierre Soulages, 1971 06 13, 111x162cm, Öl auf Leinwand, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Pierre Soulages, der im Dezember 2019 seinen 100. Geburtstag feiern konnte, ist ein herausragender Vertreter der gegenstandslosen Malerei, dessen Werk kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs einsetzt und bis heute mit ungebremster künstlerischen Produktivität fortgeschrieben wird. Auch im Alter von bald 101 Jahren hat er sein hohes Arbeitstempo beibehalten, wie seine jüngst entstandenen großformatigen Leinwände belegen.

Das Museum Frieder Burda widmet Pierre Soulages eine Retrospektive, die die Entwicklung seines Werkes in seiner beeindruckenden Kohärenz über eine so außergewöhnlich lange Schaffensphase ablesbar werden lässt. Von Anfang an wandte sich Soulages der Abstraktion zu und stellte so die traditionellen Werte der Malerei infrage. Auch durch die Wahl seiner Materialien (Walnussbeize, Teer) und Werkzeuge, die mitunter an jene der im Bau tätigen Maler erinnern, nimmt er seit 1948 eine singuläre Position ein. Seine Leinwände definieren sich anhand von verwendeter Technik, Abmessungen und Ausführungsdatum, und nicht etwa durch einen Titel, der die Wahrnehmung des Betrachters beeinflussen könnte. So erklärte er: Ein Gemälde ist ein organisiertes Ganzes, ein Ensemble von Formen (Linien, farbige Flächen, etc.), auf dem unsere Sinndeutungen entstehen und zerfallen.

 

1979 begann eine neue Phase seines Schaffens, eine „ganz andere“ Art von Malerei, für die Soulages den Neologismus „Outrenoir“ erfand, eine Malerei „jenseits von Schwarz“. Das Verhältnis von Schwarz und Licht ist beständiger Gegenstand seines malerischen Experimentierens, doch erst das „Outrenoir“ bringt die Vielfalt des Lichts mit einer einzigen Farbe hervor. Im Gegensatz zu einem monochromen Werk "sind es die Unterschiede der Texturen, glatt, faserig, ruhig, angespannt oder aufgeregt, die beim Einfangen oder Verwerfen von Licht zu grauen oder tiefen Schwarztönen führen." Durch Überlagerung und Schaben oder durch das Auftragen eines einzigartigen Pigments, lässt Soulages das Licht durch den Kontrast von Hell und Dunkel aus der Leinwand hervortreten.

Die für Mittwoch, den 18.11.2020 geplante Fahrt muss wegen der corona-bedingten Schließung der Museen leider entfallen. Falls wir vor Ablauf der Ausstellung einen zweiten Termin ansetzen können, werden wir Sie darüber informieren.

Wir behalten bis auf Weiteres die Corona-Version der Führungen bei Burda bei:

  • Individuelle Anreise
  • Treffen in der Kunsthalle Frieder Burda um 10 Uhr
  • Beginn der einstündigen Führung um 10.15 Uhr
  • maximale Teilnehmerzahl: 12 Personen
  • Bei mehr als 12 Interessenten kann um 11.30 Uhr eine zweite Gruppe starten.
  • Preis: 15 € zzgl. Eintritt für Teilnehmer ohne Museumspass.
     
Pierre Soulages, 1957, 96,5x130cm, Schwarz, Braun und Grau, Öl auf Leinwand, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

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