Anselm Kiefer und Stephan Balkenhol

bei Würth

Donnerstag, 11. März 2027



Anselm Kiefer – Alles, was der Fall

Kunsthalle Würth, Schwäbisch Hall

Im Oktober 2026 öffnet die Kunsthalle Würth nach drei Jahren Sanierung und Bauzeit wieder ihre Türen und präsentiert ein echtes Highlight für Kunstliebhaber: die Ausstellung Anselm Kiefer – Alles, was der Fall. Zu sehen sind mehr als 70 Werke aller Schaffensperioden und verschiedenster Medien der Sammlung Würth, ergänzt mit 21 Leihgaben aus dem Atelier des Künstlers. Beginnend mit seiner Fotoserie Besetzung aus dem Jahr 1969 – in der Kiefer den tabuisierten Umgang der Kunstwelt als auch der deutschen Nachkriegsgesellschafft mit dem Nationalsozialismus anprangert und einen Skandal auslöst – über den Gemäldezyklus Lasst 1000 Blumen blühen ein bewusster, unmissverständlicher Kommentar des Künstlers zur perfiden Falle hinter der Hundert-Blumen-Bewegung Maos in China der 1950er Jahre. Kiefer selbst sagt dazu, dass er seine Bilder nutz, um aufzuzeigen, was sich hinter der Geschichte verbirgt. Anselm Kiefer bedient sich aber nicht nur an der Geschichte, eine weitere Quelle ist die Literatur. Inspiriert vom russischen Futuristen Velimir Chlebnikov erschafft er eine Reihe von Seeschlachten, noch deutlicher wird diese Inspirationsquelle nur in der bleiernen Bibliothek. Kiefer bündelt hier in herausragender Dichte Wissen, Gesichte und Erinnerung in Form bleierner Bücher und Stahlregalen.  

Auch wenn die Ausstellung alle Schaffensphasen des Künstlers bedient, ist sie dennoch keine Retrospektive. Kiefer nutzt Geschichte, Mythos, Religion als auch Literatur und Philosophie als Quelle der Inspiration und lässt diese in seinen Werken auf außergewöhnliche Weise eine Verbindung eingehen. Ziel der Ausstellung ist es uns diese immer wiederkehrenden Themen vor Augen zu führen und zugleich die materielle Vielfalt hervorzuheben mit der Kiefer sie verwirklicht.


Stephan Balkenhol

Museum Würth, Künzelsau

Schlichte Männer- und Frauenfiguren, zeitlose Alltagskleidung, ruhige Haltung, eine offene und zugleich zurückhaltende Wirkung auf den Betrachter – diese Eindrücke sind charakteristisch für die Arbeiten von Stephan Balkenhol. Doch seine Skulpturen gehen über diese scheinbare Einfachheit hinaus, sie geben uns den Spielraum für eigene Empfindungen, Ideen, und Gedanken. Maßgeblich ist dabei auch das Material: Balkenhol schafft seine Werke aus Holz nicht aus Stein und hinterlässt dabei Spuren die seinen Figuren eine unverwechselbare Präsenz zwischen Lebendigkeit und Rohheit verleihen. Das Museum Würth ehrt Stephan Balkenhol zu seinem 70. Geburtstag mit einer besonderen Ausstellung, in der deutlich wird welche entscheidende Rolle die Impulse des renommierten Bildhauers für die zeitgenössische Skulptur haben. 


Donnerstag, 11. März 2027

Treffpunkt: Karlsruhe Hauptbahnhof

Reiseleitung: Dr. Elisabeth Spitzbart

XXX €