Schlösser der Loire

Montag, 13. September bis Sonntag, 19. September 2027


Montag, 13.09.2027 - Anreise und Schloss Chambord

Wir starten am frühen Morgen am Hauptbahnhof Karlsruhe mit dem TGV nach Paris. Dort werden wir von einem Reisebus abgeholt und fahren zunächst nach Schloss Chambord, dem Auftakt unserer Reise. 

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    Schloss Chambord – Quelle: Manfred Heyde - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7057565

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    Schloss Chambord Türme – Quelle: Manfred Heyde - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2198343

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    Schloss Chambord Doppeltreppe – Quelle: Zairon - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81034356

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Das ab 1519 auf Veranlassung König Franz' I. errichtete Jagdschloss ist zugleich Repräsentationsbau und damit eines der prunkvollsten Bauwerke der Renaissance. Berühmt ist die monumentale Doppeltreppe im Zentrum des Gebäudes, deren Entwurf Leonardo da Vinci zugeschrieben wird. Das Schloss zählt über 400 Räume und 282 Kamine, umgeben von einer weitläufigen Parkanlage mit einer 32 Kilometer langen Mauer, der längsten ihrer Art in Frankreich. Die spätgotische Architektur mit italienischen Renaissance-Elementen macht Chambord zu einem einzigartigen Zeugnis des Übergangs zwischen zwei Bauepochen. Seit 1981 gehört das Schloss zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.

Anschließend fahren wir weiter nach Amboise, dem Standort unserer Reise.

Dienstag, 14.09.2027 - Schloss Chaumont & Schloss Cheverny

Das Schloss Chaumont (Château de Chaumont-sur-Loire) thront malerisch über der Loire. Schon allein diese Lage ist eine Besonderheit. Schließlich sind die wenigsten Schlösser direkt von der Loire aus zu sehen. Im 15. Jahrhundert wurde es an der Stelle einer früheren Burg erbaut, die Ludwig XI. 1465 niederreißen ließ, nachdem ihr Besitzer sich gegen den König verschworen hatte. Die Architektur verbindet Wehrelemente des Mittelalters mit dem eleganten Stil der Renaissance – besonders markant sind die zierenden Türmchen und die zweigeschossige Galerie über der Einfahrt. 

Berühmtheit erlangte das Schloss im 16. Jahrhundert, als Königin Katharina de' Medici es erwarb und ihrer Rivalin Diane de Poitiers – der „Mätresse“ ihres verstorbenen Mannes Heinrich II. – als quasi erzwungenen Tausch gegen Schloss Chenonceau überließ. Heute ist Chaumont vor allem für das seit 1992 jährlich stattfindende Internationale Kunst- und Gartenfestival bekannt, bei dem Landschaftsgestalter aus aller Welt experimentelle Gärten gestalten. Schloss und Gärten gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe des Loiretals. Zudem beherbergt das Schloss eine Stiftung für Zeitgenössische Kunst.

Nach einer Mittagspause erreichen wir nach kurzer Fahrt das Schloss Cheverny. Es gilt als der harmonischste Bau unter den Schlössern des Loiretals. Zwischen 1624 und 1630 im klassischen französischen Stil errichtet, blieb es von den Wirren der Geschichte weitgehend verschont – so besitzt es bis heute seine originale, vollständig erhaltene Ausstattung. Die symmetrische Fassade aus hellem Stein, die geschwungene Dachlinie und die kunstvoll gestalteten Innenräume machen den adeligen Charakter der Anlage besonders anschaulich. Cheverny gehört seit über sechs Jahrhunderten derselben Familie, den Hurault de Vibraye, die es bewohnen und pflegen – eine seltene Kontinuität unter den Loire-Schlössern. 

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Bekannt ist das Schloss zudem als Vorbild für das Schloss Mühlfeld in den Comic-Abenteuern von Tim und Struppi, deren Zeichner Hergé sich von der Fassade inspirieren ließ. Die weitläufigen Gärten und die berühmte Hundemeute im Schlosspark machen Cheverny zu einem lebendigen Zeugnis französischer Aristokratietradition.