Paul Cassirer in Berlin
Paul Cassirer war einer der wichtigsten Vermittler der Kunst der Avantgarde in Deutschland; er trug entscheidend dazu bei, dass Künstler wie Van Gogh, Claude Monet, Paul Cézanne oder Edvard Munch im deutschsprachigen Raum Anerkennung fanden. Vor 100 Jahren, im Januar 1926, endete sein Leben tragisch: Noch während des Scheidungstermins von seiner Ehefrau, der Schauspielerin Tilla Durieux, schoss er sich in einer Berliner Anwaltskanzlei an und starb wenige Stunden später an den Folgen. Aus Anlass seinen 100. Todestags widmet die Berliner Alte Nationalgalerie dem visionären Kunsthändler und Verleger eine Ausstellung, die wir zum Anlass einer Reise nehmen.
Montag, 31. August 2026
Wir starten um 7:59 Uhr mit dem ICE 376 nach Berlin und erreichen die Hauptstadt fahrplanmäßig um 13.34 Uhr. Mit der S-Bahn geht es weiter zum Bahnhof Friedrichstraße. Von hier aus sind es nur wenige Fußminuten zum Hotel Maritim pro Arte, ideal gelegen zum Bahnhof, zur Straße Unter den Linden sowie zur Museumsinsel.
Nach dem Einchecken im Hotel besuchen Sie die Berlinische Galerie, das Haus für moderne und zeitgenössische Kunst in Berlin. Hier dreht sich alles um Berlin in Kunst, Fotografie und Architektur. Zu den Highlights der Dauerausstellung gehören Werke der Berliner Moderne mit Künstlern wie Hannah Höch, Max Beckmann und Naum Gabo, ein bedeutende Sammlung zu Dada und der Kunst der Neuen Sachlichkeit sowie Kunst aus dem geteilten und wiedervereinigten Berlin.

Dienstag, 01.09.2026: Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus
Paul Cassirer (1871–1926) war einer der wichtigsten Kunsthändler seiner Zeit. Mit einer außergewöhnlich dichten und kontinuierlichen Ausstellungstätigkeit förderte er maßgeblich die Verbreitung des französischen Impressionismus in Deutschland. Künstler wie Edgar Degas, Paul Cézanne, Édouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir und Vincent van Gogh erlangten durch ihn erstmals größere Aufmerksamkeit im deutschsprachigen Raum. Damit prägte er die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig und stieß leidenschaftlich geführte Diskussionen in der Öffentlichkeit an. Zahlreiche Schlüsselwerke fanden durch seine Vermittlung Eingang in bedeutende deutsche Sammlungen und Museen, darunter auch in die Bestände der Nationalgalerie.
Neben dem französischen Impressionismus unterstützte Cassirer die Maler der Berliner Secession wie Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt und förderte mit Edvard Munch und August Gaul bedeutende Wegbereiter der klassischen Moderne, während mit Ernst Barlach, Ernst Ludwig Kirchner und Paula Modersohn-Becker auch die junge Avantgarde Eingang in das Programm seiner Galerie fand.

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