Wettstreit mit der Wirklichkeit

60 Jahre Fotorealismus


Museum Frieder Burda Baden-Baden

Seit der  Renaissance  gehörte die möglichst detailgetreue Wiedergabe der Natur  zu den zentralen Anliegen der Malerei. Mit der Entdeckung der Fotografie begannen die Maler, sich von der reinen Imitation abzuwenden. Impressionismus und Expressionismus ersetzen das real Gesehene durch das Gefühlte und Empfundene. Nach dem Zeiten Weltkrieg bestimmten Abstrakter Expressionismus oder minimal Art die Kunst.

Doch der Realismus kehrte zurück: Im 20. Jahrhunderts gibt es keine Bewegung, die diesen Wettstreit mit der Wirklichkeit so programmatisch verfolgt hat wie der amerikanische Fotorealismus. Künstlerinnen und Künstler wie Richard Estes, Audrey Flack, Ralph Goings und Ron Kleemann wandten sich einer gegenständlichen Malerei zu, die in ihrer Präzision und Bildgewalt mit dem Medium der Fotografie konkurrieren sollte.


 Motive aus dem amerikanischen Alltagsleben wurden zu Markenzeichen dieser hoch ambitionierten Malerinnen und Maler, die die Macht der Bilder nicht im Sujet, sondern in dessen verblüffend illusionistischer Wiedergabe verorteten.  Anhand von über 90 ausgewählten Meisterwerken beleuchtet die Ausstellung die Entwicklung der auch als Hyperrealismus bekannten Kunstströmung von den 1960er Jahren bis heute. Gezeigt werden Arbeiten von mehr als 30 Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke von internationalen Leihgebern zur Verfügung gestellt werden wie  beispielsweise dem Museo nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid sowie dem Whitney Museum of American Art in New York. 


Mittwoch, 4. März 2026

Treffpunkt: Museum Frieder Burda, Foyer, 11.15 Uhr

Führung: Roswitha Zytowski M.A.

22 € mit MuseumsPass für eine 90 minütige Führung, ohne MuseumsPass 38 €

Wir rechnen mit einer geringen Teilnehmerzahl.  Ab 15 Personen gilt der  reduzierte Gruppeneintritt von 12 € (statt 16 €). .