Unterwegs im Kinzigtal
Junghans Terrassenbau, Schiltach, Zell am Hamersbach
Donnerstag, 30. Juli 2026
Firma Junghans in Schramberg
Wir beginnen unseren Streifzug durch das Kinzigtal in Schramberg. Seit vielen Jahren produziert die Firma Junghans ihre Uhren in einem Gebäude, das als Junghans Terrassenbau in die Architekturgeschichte eingegangen ist, Das Meisterwerk des Stuttgarter Industriearchitekten Philipp Jakob Manz (1861–1936) wurde in den Jahren 1916-1928 erstellt und und gilt als architektonisch interessantesten Industriegebäude weltweit in Hanglage. Diese Hanglage wurde für die Herstellung der Arbeitsplätze so ausgenutzt, dass die schmalen und lagen Räume so in die Neigung des Hangs eingearbeitet wurden, dass fast alle Arbeitsplätze direkt am Fenster liegen. So bieten die neun Etagen Tageslicht für alle Beschäftigten und eignen sich ideal für die Fertigung feinmechanischer Produkte.
Nach der Einstellung der Uhrenproduktion In den 1970er Jahren verfiel das Gebäude in einen Dornröschenschlaf. Aus diesem erweckt ihn der neue Eigentümer Dr. Hans-Jochem Steim, und nach einer aufwändigen Sanierung unter denkmalschützerischen Gesichtspunkten in den Jahren 2016 bis 2018 erstrahlt der Terrassenbau jetzt in neuem, alten Glanz. Bei einer Führung durch das Junghans Terrassenbau-Museum tauchen wir ein in 150 Jahren Uhrengeschichte im Schwarzwald von 1860 bis heute.
Mittagspause in Schiltach
In der historische Altstadt von Schiltach kommen Liebhaber von Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen auf ihre Kosten. Seit dem Mittelalter hat die Altstadt fast unverändert ihr Gesicht bewahrt. Ein Großbrand im Jahr 1590 zerstörte allerdings den Marktplatz, der nach Plänen des Renaissance-Baumeister Heinrich Schickhardt neu konzipiert wurde. .Die Häuser rund um den Marktplatz sind kunstvoll renoviert, das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und ein alter Brunnen runden das Bild ab.
Programmänderung: Die Villas Haiss entfällt statt dessen Stadtführung in Zell am Hamersbach
Das erstmals 1139 erwähnte Zell am Harmersbach, ehemals die kleinste Freie Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich, war lange Zeit bekannt als Produktionsstätte der Zeller Keramik „Henne und Hahn“, die allerdings 2024 die Produktion aus wirtschaftlichen Gründen einstellen musste. 1904 zerstörte ein Großbrand mehrere Fachwerkhäuser im Stadtkern. Die nördliche Seite der unteren Hauptstraße wurde im Jugendstil wiederaufgebaut. Diese Häuserzeile gilt heute in ihrer Einheitlichkeit als beispielhaft für die Architektur des beginnenden 20. Jahrhunderts. In einer Stadtführung lernen wir die Geschichte, die Altstadt und den Historischen Rundofen kennen, der sich als Zeugnis der ehemaligen Keramiktradition erhalten hat.
Donnerstag, 30. Juli 2026, 08.00 – 19.00 Uhr
Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof
Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart
109 € für Busfahrt, Eintritt, Führungen und Reiseleitung



