Gegen alle Widerstände - Künstlerinnen der Moderne
.
Kirchnerhaus Aschaffenburg
Donnerstag, 29. Januar 2026
Erneut widmet sich ein Museum den Künstlerinnen, von denen viele von der Kunstgeschichtsschreibung übersehen wurden. Ihre Benachteiligung begann allerdings nicht erst mit ihrer Rezeption, sie hatten von Anfang an schlechte Karten. Das thematisiert bereits der Titel der Ausstellung Gegen alle Widerstände – Künstlerinnen der Moderne “, die ab Ende Oktober im Kirchnerhaus in Aschaffenburg zu sehen sein wird. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war den Frauen der Zugang zu Kunstakademien verwehrt. Sie mussten sich über private Lehrer oder Frauenkunstschulen ihren Weg suchen. Als ihnen dann ab 1919 die gleichen Bildungsmöglichkeiten offen standen, zeigten sie sich oftmals radikaler und experimenteller als ihre männlichen Kollegen.
Die kurze Zeit der neuen Möglichkeiten fand nach der Weimarer Republik mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ein jähes Ende. Viele Künstlerinnen wurden erneut entrechtet, als „entartet“ diffamiert, verfolgt, vertrieben oder ermordet.
Die Ausstellung
Gegen alle Widerstände
widmet sich jenen Frauen, die trotz aller Einschränkungen ihren künstlerischen Weg gingen und ein eindrucksvolles Œuvre hinterließen. Zu sehen sind Arbeiten von Paula Modersohn-Becker, Käthe Kollwitz, Emma Ritter, Gabriele Münter, Else Meidner, Hanna Nagel, Emy Roeder, Elfriede Lohse-Wächtler, Jeanne Mammen oder Elsa Bertha Fischer-Ginsburg.
Am Nachmittag besuchen wir die Stiftskirche St. Peter und Alexander sowie das Stiftsmuseum. Große Teile der Kirche stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert, wurden jedoch im Laufe der Zeit modernisiert und erweitert, zum Beispiel um den Bau der Maria-Schnee-Kapelle. Während der Reformation verlegte Albrecht von Brandenburg, Erzbischof von Magdeburg und Mainz, seine Residenz von Halle (Saale) nach Aschaffenburg, das Stift wurde zeitweise Teil des Bischofssitzes. Albrecht stiftete für die Kirche Werke von Matthias Grünewald, von denen nur eine „Beweinung Christi“ vor Ort geblieben ist.
Direkt neben der Stiftskirche und durch einen romanischen Kreuzgang baulich mit dieser verbunden liegt das Stiftsmuseum. Darin haben sich einige historische Räume erhalten wie der Kapitelsaal aus dem 12. und 13., Jahrhundert, der „Gotische Saal“, der „Paramentenraum“ mit einer farbigen Stuckdecke von 1723 sowie der ehemalige Stiftskarzer, das Kanonikerzimmer und der neue Kapitelsaal, in dem Teile der originalen Ausstattung aus der Zeit um 1620 zu sehen sind.
Zu den Highlights der Sammlung gehört der Stiftsschatz von St. Peter und Alexander oder der Magdalenenaltar aus der Werkstatt Lucas Cranach des Älteren . Neben sakralen Objekten findet man in diesem Museum auch das wohl älteste Spielbrett in Deutschland, das so genannte Schachbrett des Heiligen Rupert.
Donnerstag, 29. Januar 2026, 7.30 - 18.00 Uhr
Treffpunkt: Karlsruhe Hbf, Busbahnhof, 07.30 Uhr
Leitung: Dr. Elisabeth Spitzbart
115 € für Busfahrt, Eintritte, Führungen und Reiseleitung




